Erik Firchau hängt die Schuhe an den Nagel
Die Nachricht über das überraschende Karierende von Erik Firchau wirbelte schon ganz schön Staub im Verein und auch drumherum auf. Schließlich ist Fortunas Torhüter erst 27 Jahre jung, kein Alter für einen Keeper. Doch ihm war in den letzten Wochen und Monaten zunehmend die Motivation abhandengekommen und so reifte in ihm der Entschluss, den leistungsmäßigen Fußball auf Landesebene mit den vielen Trainings- und Spieltagen aufzugeben. Ob dies eine unabänderbare Entscheidung ist, werden die nächsten Jahre zeigen. Im Moment ist es aus seiner Sicht die richtige Entscheidung für ihn.
Erik war schon von Kindesbeinen an für den Fußballsport begeistert, schließlich hatte er mit seinem Vater Jens, der ebenfalls auf eine gute Karriere als Torhüter zurückblicken kann, ein Fußballvorbild. Und so war es naheliegend, dass auch Erik den Weg ins Tor fand. Mit 5 Jahren, im Mai 2004, begann er bei Fortunas Minis und als er mit seinen Leistungen auffiel, war der nächste Schritt der Wechsel zum Ortsnachbarn SV Babelsberg 03 im Jahr 2010. Dort lernte er als Fußballer und Torhüter viel und entwickelte sich weiter.
Mit 17 Jahren kehrte er zu Fortuna Babelsberg zurück und entwickelte sich in den Folgejahren, (von einem halbjährlichen Abstecher zum RSV Eintracht 1949 im Jahr 2017 abgesehen) schnell zur unumstrittenen Nummer eins im Tor der ersten Männermannschaft. Er hatte durchaus seinen Anteil an den Aufstiegen von der Landesklasse in die Landesliga und dann weiter in die Brandenburgliga. Lautstark agierend dirigierte er seine Vorderleute in über 180 Pflichtspielen, erzielte dabei sogar ein Tor. Besonders zeichnen ihn auch sein technisch versiertes Spiel sowie die Strafraumbeherrschung aus, was ihn zu einem der Top Torhüter auf Landesebene macht. Nicht ohne Grund wurde er über 20- Mal in die „Elf der Woche“ gewählt. Am vergangenen Sonnabend absolvierte der Kapitän nun sein letztes Heimspiel und wurde mit viel Beifall gebührend von der Mannschaft und den Zuschauern verabschiedet.
Inwieweit sich Erik eventuell in anderer Funktion im Verein engagiert oder ob in einer näheren oder weiteren Zukunft, die Schuhe noch einmal vom Nagel gebunden werden, wird die Zukunft zeigen. Alle Fortuna Fans und Freunde von Erik würden es jedenfalls sehr begrüßen und sagen auch auf diesem Wege noch einmal „Danke, Erik“.