Nach Sieg im Ortsderby, auch auswärts in Friesack gepunktet

Kreisoberliga: SG Eintracht Friesack – Fortuna Babelsberg II 0:5 (0:3)

Fortunas Zweite hat nach dem knappen 1:0 Derby-Heimsieg gegen den Ortsnachbarn FSV Babelsberg 74 II den Schwung und die breite Brust mit nach Friesack genommen. Allerdings waren sie als Tabellensiebenter auch ein wenig in der Favoritenrolle gegenüber dem gastgebenden Tabellendreizehnten, der die drittschwächste Offensive der Liga und die schlechteste Defensive sein Eigen nennt.

Aber ein Spiel, egal gegen wen, muss in den mindestens 90 Minuten erst einmal gewonnen werden. Und da Fortunas Zweite in dieser Saison beide Spiele gegen den Tabellenletzten in den Sand gesetzt hatte, war hier vor dem Anpfiff im Auswärtsspiel noch nichts „vorentschieden“.

Doch bereits die Anfangsphase spielt den Babelsbergern in die Karten. Als die Gastgeberdefensive, in Person von Robin Hink, in der dritten Minute am eigenen Strafraum den Ball im Dribbling gegen Anton Stoppa verlor, bediente dieser Niclas Donatz, der den Ball zum 0:1 im langen Eck unterbrachte. Ein Auftakt nach Maß. Fortuna bestimmte fortan im Wesentlichen die erste Halbzeit und brachte mit dem Kurzpassspiel und guten Laufwegen die Hausherren immer wieder in Schwierigkeiten.

So auch in der 28.Minute, als Lucas Troschinski mit einem weiten Flugball von links die Seiten wechselte und Milo Eggert den Ball von rechts wieder scharf vor das Tor zog, war es die Fußspitze von Julian Krüger, der um Zentimeter vor Anton Stoppa am Ball war und per Eigentor das Spielgerät ins Netz beförderte. Dies war aber vom Schierigespann und auch den Mitspielern, bei der Schnelligkeit der Aktion, nicht zu sehen und so kam Anton Stoppa in den Genuss als Torschütze gefeiert zu werden.

Auch beim dritten Fortuna-Treffer in der 37.Minute war der Torschütze nicht ganz hundertprozentig auszumachen. Und erneut war Anton Stoppa beteiligt. Einen 35 m Freistoß zog Lucas Troschinski scharf auf die lange Ecke und der Ball schlug zum 0:3 ein. Aber ob der einlaufende Anton Stoppa mit den Haarspitzen noch ein wenig die Richtung verändert hatte oder nicht, war erneut nicht auszumachen und so galt Lucas Troschinski als Torschütze.

Die Gastgeber bemühten sich durchaus redlich, aber Fortunas Abwehr stand sicher und in der Defensive mussten die Friesacker selbst aufpassen, dass sie nicht noch weiter in Rückstand geraten. Doch dies geschah bis zum Pausenpfiff durch Schieri Sven Lange nicht. Und so konnten die Gäste mit dem drei Torevorsprung durchaus beruhigt in die Kabinen gehen.

Die zweite Hälfte sah dann stärkere Hausherren, die sich nicht so einfach abfertigen lassen wollten, während sich Fortuna zunächst und durchaus ein wenig verständlich, auf dem 0:3 „ausruhte“, den Vorsprung verwaltete. Doch nach gut einer Stunde Spielzeit wurde wieder etwas angezogen und der Erfolg kam in der 68.Minute, als sich Lucas Troschinski in ein Fehlabspiel einschaltete und einen feinen Pass auf Niclas Donatz spielte, der im eins gegen eins Keeper Thomas Mönch keine Chance ließ.

Nun war den Gastgebern der Zahn endgültig gezogen. Fortuna nutzte aber weitere Chancen nicht, so dass es mit dem 0:4 in die Schlussphase ging. Ein Tor sollte aber doch noch fallen. Es war die 88.Minute, da eroberte Philipp Franz den Ball, legte auf Brian Killat ab, der drei Gegner ausdribbelte und den Ball in den Lauf von Adrian Manzke spielte. Auch dieses Mal hatte Keeper Mönch im eins gegen eins keine Chance und es stand 0:5.

Ein Fortuna Auswärtssieg der, in der Art wie er erspielt wurde, recht „erwachsen“ wirkte. Will man überhaupt ein Haar in der Suppe finden, so ist es die Chancenverwertung gegen einen Gegner, der seine schlechte Defensivqualität und die mangelnde Durchschlagskraft einmal mehr bestätigte.

Die 5 Fortuna Tore im Video von Guido Moll => https://youtu.be/gGsCBQi4R4c?is=X-PX3FiFKhj8dW5B

Am kommenden SONNABEND, den 13.06.2026 steht mit der Zweitvertretung des Werderaner FC Viktoria um 17:00 Uhr ein Gegner auf dem Sportgelände „Am Stern“, der nur mit einem Sieg, bei gleichzeitiger Niederlage der Friesacker, noch den Abstieg verhindern kann. Es dürfte also einiges auf unsere Zweite zukommen.