Die Dritte in Unterzahl vom 0:2 zum 2:2

1.Kreisklasse: Fortuna Babelsberg III – Juventas Crew Alpha 2:2 (0:1)

Auf dem Sportgelände „Am Stern“ standen sich am Freitagabend Fortunas Dritte und Ortsnachbar Juventas Crew Alpha gegenüber. Doch hatte Petrus wenig Einsehen und es schüttete reichlich vom Himmel, was die Natur freute, aber Spieler und Zuschauer weniger. Trotzdem trotzten rund 50 Zuschauer bei diesem Ortsderby den ungemütlichen Wetterbedingungen. Die Gäste gingen mit ihren jungen schnellen Leuten als leichter Favorit in diese Partie, noch dazu, wo einige Spieler der Gastgeber fehlten, die zum deutschen Supercup der Ü-32 in der Nähe von Stuttgart weilten.

Doch erstaunlicherweise zeigte dies das Spiel nicht. Zwar waren die Spielsysteme unterschiedlich, denn die Gäste versuchten mit weiten langen Bällen auf ihre schnellen Spitzen zum Erfolg zu kommen, während die Hausherren das von ihnen gewohnte technisch gute Kurzpassspiel bevorzugten, die erwartete Favoritenstellung gab es nicht. Ja, das Fortuna Spiel war sogar das Gefährlichere. Immer wieder tauchten die Offensivspieler vor dem Gehäuse vom JCA auf, sündigten aber mit ihren Tormöglichkeiten bzw. Keeper Stephan Schulz bot sein ganzes Können auf, um Einschläge zu verhindern. Allerdings „übertrieb“ es die Babelsberger Offensive auch manchmal mit dem Kurzpassspiel im Strafraum oder den Dribblings. Hier wäre in manchen Situationen der klare Abschluss sicher besser gewesen.

So blieb es aber in der guten ersten halben Stunde torlos, obwohl Fortuna auf Grund der Chancen hätte in Führung liegen müssen. Und da Schieri Emil Schütz eine großzügige Linie fuhr, gab es in der 33.Minute die 0:1 Führung für Alpha durch Besmir Harizi. Allerdings waren die Umstände für die Gastgeber ärgerlich. Markus Goede wurde beim Dribbling im Strafraum von den Beinen geholt, aber der Pfiff blieb aus und der weite Befreiungsschlag landete am Fortuna Sechzehner, wo sich der Torschütze den Ball mit viel zu hohen Bein von Tobias Pohlschmidts Kopf angelte und aus 12 m links unten einschoss. Der Treffer galt, zum durchaus verständlichen Ärger der Hausherren. Auch zwei weitere „mögliche“ Strafstöße (Foulspiel, Handspiel) fielen in der Bewertung nicht zu Gunsten von Fortuna aus und wurden „nur“ als Freistöße an der Strafraumkante gegeben, die Keeper Stephan Schulz aber mit guten Paraden entschärfte. So blieb es bis zum Halbzeitpfiff bei der knappen und durchaus etwas glücklichen Führung der Gäste, die in der Pause „freimütig“ bestätigten, dass es zwei, drei Elfmeter für Fortuna hätte geben Können/müssen.

In der zweiten Hälfte keine Änderung der Spielweise. Lange Pässe in der Art „Kick and Rush“ bei Alpha, Kurzpassspiel bei Fortuna. Und letzteres rächte sich in der 54.Minute als auf der linken Abwehrseite zu viel Kleinklein auf engstem Raum versucht wurde. Der Ball ging verloren und Ramazan Öczan erhöhte auf 2:0 (54.). Das war vom Spielverlauf schon bitter für Fortuna und es sollte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn nur zwei Minuten später sah Patrick Wolff nach einem Foulspiel die Gelb/Rote Karte. Die Babelsberger fortan für über eine halbe Stunde nur noch zu zehnt.

Nun wurde das Spiel nach beiden Seiten noch offensiver. Fortuna musste in Unterzahl und dem Bemühen um das Anschlusstor Räume anbieten, die die schnellen Spitzen der Gäste mehrfach nutzten, doch Torhüter Rene Oschmann war, auch im eins gegen eins, mehrfach nicht zu bezwingen. Und das gab der Mannschaft Rückhalt, die sich in der 76. Minute mit dem 1:2 Anschlusstor belohnte, als Markus Goede per Kopf zur Stelle war.

Nun wogte die Partie hin und her und bis in die Nachspielzeit gab es Chancen auf beiden Seiten. In der ersten Nachspielminute gab es dann Foulelfmeter für Fortuna und Torjäger Markus Goede ließ sich die Chance zum verdienten 2:2 Ausgleich nicht entgehen. Ja, es hätte beinahe noch einen Sieg gegeben, als Stefan Geißler in der allerletzten Minute in eine gute Schussposition gebracht wurde, doch sein Abschluss ging knapp über die Latte. Unmittelbar danach war Schluss und Markus Goede durfte sich über die Torjägerkrone der 1.Kreisklasse freuen.

Das Spiel war auch ein gutes Beispiel dafür, wie schwer es für einen Schiedsrichter ohne Assistenten ist, bei Regen und Flutlicht genau zu sehen, ob eine Aktion im Strafraum oder gerade noch davor war. Jedenfalls war nach dem Spiel die „leichte Aufregung und Unzufriedenheit“ über die eine oder andere Entscheidung längst verflogen und es gab freundliches Schulterklopfen von den Spielern, die es (naturgemäß) hier und da anders gesehen hatten. Mit diesem durchaus erfreulichen „1.Kreisklasse Abschiedsspiel“ geht Fortunas Dritte in die Sommerpause und hat, in Anbetracht des „Altersdurchschnittes“, auf eigenen Wunsch für die 2.Kreisklasse gemeldet. Wünschen wir dem Team eine möglichst verletzungsarme und erfolgreiche Saison 2026/2027.