Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten
Testspiel: Teltower FV 1913 – Fortuna Babelsberg 0:2 (0:2)
Der Teltower Kunstrasenplatz in der Jahnstraße war, trotz der knackigen Temperaturen, die deutlich unter 0 Grad lagen, gut bespielbar. Trotzdem war es natürlich für die Akteure und die etwa 25 bibbernden Zuschauer nicht gerade angenehm und deshalb umso erfreulicher, dass es zu keinen Verletzungen bei den Spielern kam.
Fortuna Babelsberg war im Spiel Landesliga gegen den gastgebenden Landesklassisten Teltower FV auf Grund der Spielklasse, zumindest nach der Papierform, der Favorit an diesem Nachmittag. Und das Spiel der ersten Halbzeit bestätigte dies dann auch. Nach einigen zerfahrenen Aktionen zu Beginn auf beiden Seiten, übernahmen die Babelsberger Gäste das Spielgeschehen und es brannte mehrfach vor dem Gehäuse der Teltower, das mangels „gelernter“ Torhüter von einem Spieler der „alten Herren“ gehütet wurde, der seine Sache aber gut machte.
In der 9.Minute war er aber machtlos, als zunächst ein 22 m Schuss von John Lukas Schmidt an die Querlatte klatschte und Ben Vetter den zurückspringenden Ball per Kopf zum 0:1 im Tor unterbrachte. Danach ließ Fortunas Offensive mehrfach beste Möglichkeiten liegen. Statt den Ball aus wenigen Metern einzuschieben, wurde des Öfteren die Variante „Gewaltschuss“ probiert und das Spielgerät wählte den Weg über die Querlatte.
Von den Hausherren kam in Hälfte eins recht wenig Torgefahr und auch die Spielstruktur schien bei ihnen nicht optimal zu stimmen. Dies aber sicher auch einer guten Arbeit im Defensivverbund Fortunas geschuldet und so spielte sich das Geschehen oft in der Teltower Hälfte ab. In der 29.Minute dann ein überraschender Pass aus dem Mittelfeld auf halbrechts in die völlig entblößte Abwehr und Benn Vetter konnte fast unbedrängt aus 10 m zum 0:2 einschieben.
Da Fortuna einige dicke Möglichkeiten liegen ließ änderte sich bis zur Halbzeit aber am Spielgeschehen und am Ergebnis nichts mehr. Neutrale „Fachzuschauer“ sprachen in der Pause dann auch von der bekannten Offensivabschlussschwäche und einem Ergebnis, dass 1:4 oder 1:5 hätte lauten müssen.
Die zweite Hälfte sah dann aber eine ganz andere Partie. Beide Teams hatten jeweils fünf bis sieben neue Akteure aufs Feld geschickt und auch die Spielweise bzw. Taktik umgestellt, wie für ein Testspiel durchaus üblich. Das machte sich aber deutlich bemerkbar. Nun waren es die Gastgeber, die plötzlich ein anderes Gesicht zeigten und durchaus mehr vom Spiel hatten. Fortunas Defensive bekam mehr Arbeit, während bei Fortunas Offensive nicht mehr sehr viel zusammenlief. Einzig die eins gegen eins Situation von Carlos Isaac Eugui Mora konnte als Hochkaräter registriert werden. Die Gastgeber ihrerseits prüften mehrfach Keeper Paul Bäuerle, der sein Gehäuse aber sauber halten konnte und bei einem Lattenknaller das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte.
So endete ein Test mit zwei recht unterschiedlichen Halbzeiten und die Mannschaftsverantwortlichen beider Vereine werden sicher eine Menge für das Training und die nächsten Tests gesehen haben. Für Fortuna steht die nächste Partie am Sonnabend, den 31.01.2026 um 14:00 Uhr in Michendorf auf dem Plan.