Fortunas Dritte holt im Ortsderby einen Auswärtssieg

1.Kreisklasse: ESV Lok Potsdam – Fortuna Babelsberg III 0:3 (0:0)

Die Befürchtungen, dass die Begegnung der beiden Tabellennachbarn nach dem kräftigen Regen der letzten Nacht im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser fallen“ könnte bewahrheitete sich nicht. Ganz im Gegenteil, der Platz an der Glienicker Brücke präsentierte sich in einem erstaunlich trocknen und guten Zustand. Und so trafen, bei unangenehm kühlem Ostwind, zwei Teams im Ortsderby auf Augenhöhe aufeinander.

Das Spiel sah dann auch in der ersten Viertelstunde Torannäherungen, aber keine gefährlichen Abschlüsse auf beiden Seiten. Doch in der 17.Minute musste Fortunas Keeper Mario Schober erstmals all sein Können auspacken, um einen 22 m Schuss aus dem oberen linken Angel zu holen. Der erste Aufreger in diesem Spiel und bis zur Halbzeit auch der einzige absolute Hochkaräter. Das Spiel lebte vom hin und her sowie der Spannung.

Die zweite Hälfte war gerade einmal drei Minuten alt, da zeigte Markus Goede seine Klasse bei Freistößen. Ähnlich wie in der 17. Minute auf Fortuna Seite, musste nun Lok-Torhüter Carl-Philipp Noack seine Flugkünste zeigen, um den Einschlag im rechten Dreiangel zu verhindern. Doch nach genau einer Stunde Spielzeit (60.) war auch er machtlos, als Thabit Hassan Haqui von der rechten Seite flankte und Fortunas Torjäger Markus Goede den Ball aus sechs Meter zum 0:1 ins Netz schob.

Das war ein kleiner Schock für die Hausherren, die bisher fast einen Tick mehr vom Spiel hatten, aber bis dato bei der Fortuna Defensive gut aufgehoben waren. Und die Verunsicherung führte auch zu Freistößen, was bei einem Markus Goede meist höchste Gefahr für das gegnerische Tor bedeutet. So auch in der 66.Minute, als er aus über 25 m den Ball mit Urgewalt aufs Tor brachte und Keeper samt Querlatte zunächst den Einschlag verhinderten, doch Julian Kaul war beim Abpraller zur Stelle und Fortuna führte 0:2.

Nun spielten die Gastgeber von Minute zu Minute „Alles oder Nichts“, aber Mario Schober ließ sich im Tor den Schneid nicht abkaufen und die Viererkette um Justus Kautz und Patrick Plöhn leisteten gute Abwehrarbeit. Allerdings versagten den Angreifern von Lok auch in ein zwei Szenen die Nerven, als sie allein vor dem Tor den Ball aus Nahdistanz jeweils neben den Pfosten setzten, da hatten die Gäste durchaus auch etwas Glück.

Und so tickte die Uhr bereits weit in der Nachspielzeit (90+7), als Keeper Carl-Philipp Noack halblinks im Strafraum einen Rückpass mit den Händen aufnahm. Schiedsrichter Andreas Schwarz pfiff zu Recht Freistoß und das bedeutet bekanntermaßen Gefahr. Mit einem Freistoßtrick, durch über den Ball laufen, wurde die Mauer samt Keeper auf die kurze Ecke orientiert und so konnte Markus Goede den Ball gekonnt zum 0:3 in die lange Ecke schlenzen. Sekunden danach war Schluss und Fortuna hatte auswärts drei Punkte eingefahren.

Für unsere Dritte steht bereits am Sonntag, den 06.05.2026 um 15:00 Uhr das nächste und durchaus als schwer einzuschätzende Auswärtsspiel beim Aufstiegsanwärter Viktoria Potsdam II an.