In vier Minuten war das Spiel entschieden

Landesliga: Schönower SV – Fortuna Babelsberg 2:0 (2:0)

Es war das dritte Auswärtsspiel in Folge für Fortuna Babelsberg und nach dem 3:3 gegen Bornim sowie dem 3:1 Auswärtssieg in Neustadt war die Mannschaft von Trainer Marc Flohr und Co-Trainer Maik Troschinski durchaus hoffnungsvoll nach Schönow gereist und wollte nicht mit leeren Händen zurückkehren. Allerdings ist auf Grund von Verletzungen, Urlaub usw. der Spielerkader immer wieder eng gestrickt, so dass in jedem Spiel umgebaut werden muss.

Gegen den Tabellenfünften bedurfte es also einer guten und möglichst fehlerfreien Leistung, um auf Augenhöhe zu agieren. Und so sahen denn die rund 140 Zuschauer ein Spiel, in dem von beiden Seiten Sicherheit vor Offensive ging. Zwar gab es Torannäherungen und auch einige Möglichkeiten, aber die Partie pendelte sich eher auf ein typisches „Null zu Null-Spiel“ ein.

Doch in der 39.Minute sollte sich dies ändern. Zunächst konnte Keeper Erik Firchau gerade noch den ersten Eckball von links zur nächsten Ecke klären, doch bei dem darauf von rechts folgenden war er machtlos. Mateusz Nagaj wuchtete den Ball per Kopf aus wenigen Metern zum 1:0 ins Tor. Dass sich dann zwei Minuten später John-Lukas Schmidt auch noch verletzte (Jan Alexander Weber kam für ihn), war ein weiterer kleiner Tiefschlag. Und so entstand aus einem eigenen weiten Einwurf am gegnerischen Strafraum, den Schönows Keeper Adrian Kaczmarek abfing und weit nach links in die offene Fortuna Abwehr schlug, das 2:0 (43.).  Die Eingabe verwertete Pawel Wladyslaw Jaloszynski aus Nahdistanz. Die Aktion war allerdings durchaus ein wenig fragwürdig, da er den vor ihm an den Ball kommenden Jan Alexander Weber bei der Aktion „abräumte“. Da Torhüter Erik Firchau den Ball auch noch „auf der Torlinie“ (bzw. doch dahinter?) aus der Gefahrenzone beförderte, war für einige Sekunden nicht klar, ob Tor oder nicht Tor?! Auch die Hausherren jubelten zunächst nicht, doch Schiedsrichterin Leni-Alexandra Kunze entschied sich nach kurzem Kontakt mit dem Assistenten letztendlich für Tor und so ging es mit diesem Resultat in die Kabinen.

Die zweite Hälfte ähnelte der Ersten. Insgesamt standen beide Abwehrreihen gut und ließen vergleichsweise kaum etwas zu. Es bestand also wenig Hoffnung für die Gäste, hier noch den Bock umstoßen zu können. Dass sich in der 68.Minute auch noch Bjarne Knospe verletzte (Jan Medewitz kam) war sicher ebenfalls nicht hilfreich für die Moral. Und so ging die Partie, mit der Führung der Hausherren, in die Schlussphase, in der noch einmal ein wenig Hoffnung bei den Landeshauptstädtern aufkeimte, als sich die Schönower in der 82.Minute mit Gelb/Rot auf zehn Akteure reduzierten. Allerdings konnte Fortuna diesen numerischen Vorteil nicht in Zählbares ummünzen und musste die Heimfahrt, der wohl weitesten Auswärtsfahrt der Saison, auch noch ohne Punkte im Gepäck antreten.    

Foto: Benno Knospe

Nach den drei Auswärtspartien am Stück steht nun endlich wieder ein Heimspiel an. Gegner am Pfingstsonntag, den 24.05.2026 ist um 14:00 Uhr der Tabellenletzte aus Zehdenick. Das Spiel sollte die Mannschaft allerdings nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn für das Schlusslicht geht es noch um Alles im Kampf um den Klassenerhalt.