Gegen den Tabellendritten am Ende 1:2 unterlegen
Kreisoberliga: Fortuna Babelsberg II – SV Germania 90 Berge 1:2 (1:1)
Hatte es bereits am letzten Sonntag nach dem sonnigen und warmen Sonnabend am Sonntag graues Nieselwetter und deutlich kühlere Temperaturen gegeben, so war der Wetterwechsel auch an diesem Wochenende fast identisch, mit dem Unterschied, dass es nicht nur nieselte, sondern „schüttete“. Das Spiel fand deshalb nicht auf dem Naturrasen-, sondern auf Kunstrasenplatz statt. Und so fanden nur etwa 25, mit Regenschirmen bewaffnete Zuschauer auf das Sportgelände „Am Stern“ um sich die Partie anzusehen. Ein Dank geht von dieser Stelle an diese Tapferen, aber auch an unsere pitschnasse Ordnergruppe sowie den unverwüstlich ausharrenden „Kameramann“ Guido Moll.
Wie schon im Spiel unserer Dritten (wenige Minuten davor) kamen auch in der Kreisoberligapartie zwei unterschiedliche Spielsysteme zum Tragen. Die Hausherren überbrückten das Mittelfeld eher mit ihrem gewohnten Kurzpassspiel, während die auf Tabellenplatz drei stehenden Gäste auf blitzschnelles Umkehrspiel aus einer kompakten Deckung setzten. Beide Spielsysteme neutralisierten sich in den ersten knapp 30 Minuten fast vollständig. Es ging munter hin und her, aber die Ausbeute waren einige „Torannäherungen“ sowie jeweils ein Abschluss über das Tor. Dann doch ein erster Hochkaräter für Fortuna, als Fabian Rittmüller nach einem Einwurf wenige Meter vor dem Tor auf dem nassen Kunstrasen wegrutschte und so keinen richtigen Druck hinter den Ball bekam.
Nur wenig später ein Fortuna Freistoß von links und durcheinander im Berger Strafraum, doch letztendlich ist Keeper Vincent Arras am Ball. Und nur eine Minute später muss er in die rechte Ecke tauchen, um einen 20 m Schuss zu entschärfen. Und auch in der 35.Minute wird nach einem Eckball das nasse Spielgerät am langen Eck freistehend nicht richtig getroffen, die nächste gute Möglichkeit ist dahin. Die Gastgeber haben nun durchaus etwas mehr vom Spiel und auch die besseren Möglichkeiten.
Doch in der 40.Minute die kalte Dusche, als die Gäste einen Einwurf am eigenen Strafraum abfangen und mit einem weiten Pass auf der halblinken Seite Lennard Amadou Meyer auf die Reise schicken, der halbwegs unbedrängt von den zu weit aufgerückten Abwehrspielern bis in den 16 m Raum laufen kann und erfolgreich zum 0:1 vollendet. Ein vermeidbarer Treffer mitten in die gute Fortuna Phase. Doch die Freude der Gäste dauerte nur fünf Minuten, dann gab es Freistoß auf der rechten Seite und Lucas Troschinski schlug den Ball aus gut 22 m scharf auf die kurze Ecke, wo er Torhüter Vincent Arras in der 45.Minute zum 1:1 Ausgleich durch die nassen Handschuhe rutschte. In der Nachspielzeit sogar noch die Chance, das Spiel zu drehen, aber Berges Torhüter kann seine kurze Unsicherheit mit einer starken Parade wieder gut machen.
In der zweiten Spielhälfte war es zunächst Fortuna, die mit drei Abschlüssen in zwei Minuten gut aus der Kabine gekommen waren, doch dann ging dieser Spielfluss immer mehr verloren und es waren die Gäste, die von Minute zu Minute mit dem nassen Spielfeld besser zurechtkamen. Schnörkellos wurde der Ball auf die Spitzen gespielt, während Fortuna zu oft mit dem Kurzpassspiel den Ball zu langsam durch das Mittelfeld „trug“ oder zu oft mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen suchte. So aber konnte sich die Berger Abwehr immer wieder gut formieren und die schnellen Stürmer tauchten nun immer öfter gefährlich vor dem Tor von Dominic Rauch auf, der mehrfach bärenstark parieren musste, um das Unentschieden für sein Team festzuhalten. Doch die Führung für die Gäste lag regelrecht in der Luft, es war nur eine Frage der Zeit, wann Keeper Rauch nicht mehr retten können würde. Und in der 72.Minute war es dann auch so weit. Ein Eckball konnte nicht richtig geklärt werden und nach einem Gestocher im Fünfmeterraum war es Florian Köppen, der das Spielgerät zum 1:2 über die Linie brachte.
In den nächsten Minuten brachte Fortunas Trainer Maximilian Strauß fünf neue Spieler auf das Feld, um wieder Sicherheit ins Spiel zu bekommen und vielleicht auch offensiv noch einmal gefährlich zu agieren. Zumindest, was die Sicherheit betraf, gelang dies, denn die vorher recht massiven und gefährlichen Angriffe der Gäste fanden nun im Wesentlichen ihr Ende. Das Spiel beruhigte sich diesbezüglich und nun waren es die Hausherren, die in den letzten Minuten auf den Ausgleich spielten, allerdings vergeblich.
Bedenklich, dass nach dem guten Rückrundenstart Ende Februar, Anfang März die Ergebniskurve so nach unten zeigt. In den letzten fünf Spielen wurde nur ein einziger (von Fünfzehn möglichen !!) Punkten gewonnen. Am Sonntag, den 26.04.2026 steht für Fortunas Zweite ein Auswärtsspiel gegen die SG Geltow auf dem Spielplan. Anstoß ist um 15:00 Uhr. Die Chance, diesen Negativlauf mit einem Erfolg zu beenden.
Das Fortuna Tor im Video von Guido Moll => https://youtu.be/jucvT-iRgpI?is=lyx8XhKWzG4bSt8H