Trotz überlegenem Spiel das Finale verpasst
Ü-32-Freizeitpokal: SG Saarmund – Fortuna Babelsberg 7:6 (2:0; 4:4) n.E.
Für beide Teams stand am Montagabend unter Flutlicht das Halbfinale im Freizeitpokal an. Der Sieger des Abends würde ins Finale einziehen. Dabei kam Fortuna Babelsberg als souveräner Tabellenführer der Ü-32 Kreisliga gegen die bisher sieglosen Saarmunder die klare Favoritenrolle zu. Aber Pokalspiele haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze und so durfte man gespannt sein, wie diese Partie ausgehen würde.
Wer als Zuschauer zum Spiel kam, staunte etwas, denn das Pokalhalbfinale wurde auf Bitte der Gastgeber auf Kleinfeld ausgetragen, obwohl auf beiden Seiten genügend Spieler für ein Großfeldspiel anwesend waren. Die Gründe dafür blieben Außenstehenden zunächst unklar, erschlossen sich einem aber im Laufe des Spiels. Denn die Gastgeber sahen vermutlich als siegloser Tabellenletzter auf dem Kleinfeld größere Chancen gegen den Tabellenführer der Ü-32 Kreisliga?!
Optisch hatte aber Fortuna auch auf dem Kleinfeld klar die Nase vorn, bestimmte das Spiel mit den technischen Fähigkeiten ganz klar. Doch die Gastgeber bauten einen Riegel vor dem eigenen Tor auf und es kam der Eindruck eines Handballspiels auf. Die Babelsberger spielten vor diesem Riegel von links nach rechts und wieder zurück, lauerten auf die Lücke und Schusschance. Die Hausherren ihrerseits versuchten bei Ballgewinn mit überfallartigem Konterspiel zum Erfolg zu kommen. Und tatsächlich gelang ihnen bei einem dieser Konter die überraschende 1:0 Führung.
Auch der weitere Spielverlauf sah das Spielgerät vorwiegend in der Saarmunder Hälfte und so war selbst Fortuna „Ersatzkeeper“ Erik Beckmann oftmals in der gegnerischen Hälfte zu finden, um Überzahl zu schaffen. Diese offensive Spielweise versuchten die Gastgeber mehrfach mit Weitschüssen auf das verwaiste Tor zu nutzen, allerdings ohne Erfolg. Aber der blieb auch den Gästen versagt, denn trotz aller Bemühungen blieb der stark haltende Saarmunder Keeper ungeschlagen. Und es kam sogar noch schlechter für die Gäste, als bei einem der Konter Mirko Steinke beim Abwehrversuch ein unglückliches Eigentor zum 0:2 unterlief. Dabei blieb es bis zur Pause, nach der nun auch der arbeitsbedingt später angereiste Torhüter Rene Oschmann für die zweite Hälfte zur Verfügung stand.
Und die hatte es in sich. Fortuna wechselte die Taktik des „Torbelagerns mit allen Spielern“ und zog sich etwas mehr zurück, um dann selbst im schnellen Umkehrspiel etwas mehr Raum vor dem gegnerischen Gehäuse zu haben. Dies machte sich bezahlt. Nach einigen Minuten war bereits der 2:2 Ausgleich erzielt und mit dem 2:3 bzw. 2:4 wurde das Spiel gedreht. Das sollte nun eigentlich für den Finaleinzug ein gutes Polster sein, denn Fortuna spielte weiter auf ein 2:5 oder 2:6. Doch die Treffer gelangen nicht, entweder wurde das Tor knapp verfehlt, das Gebälk getroffen oder Saarmunds Keeper war zur Stelle.
Unglücklich für Fortuna, dass sich einige Akteure verletzten und nicht mehr eingesetzt werden konnten, was das Wechselkontingent stark schwächte, aber auch, dass man wieder zu sehr auf die offensive Spielweise setzte und dadurch den Hausherren (die weiterhin fleißig durchwechseln konnten), Räume für ihr kraftvolles und geradliniges Spiel gab. Und diese nutzten sie zum 3:4 und Sekunden vor Schlusspfiff gar zum 4:4 Ausgleich. Aus Fortuna Sicht fühlten sich die Spieler und Zuschauer etwas wie im falschen Film.
Ohne Verlängerung ging es gleich zum Neunmeterschießen. Und der erste Fortuna Abschluss ging über den Querbalken. Da alle anderen Schützen trafen, feierten die Gastgeber mit 7:6 frenetisch ihren Finaleinzug gegen das technisch und spielerisch bessere Team. Aber Fußball ist nun Mal ein Ergebnissport und so ist dieser Sieg der Gastgeber für ihren nie erlahmenden Kampfgeist anzuerkennen. Das auch einige Saarmunder Zuschauer der Meinung waren, dass es auf dem Großfeld höchstwahrscheinlich anders ausgegangen wäre, bestätigt die eingangs erwähnte Änderung von Groß- auf Kleinfeld.
Bereits am kommenden Freitag, den 27.03.2026 steht um 19:30 Uhr für Fortunas Ü-32 zu Hause „Am Stern“ die nächste Punktspielaufgabe gegen den auf Tabellenplatz drei liegenden FSV Groß Kreutz an. Da sich einige Akteure vermutlich längerfristig verletzt haben, stellt sich nun auch ein wenig die Frage nach ausreichend Spielerpersonal.