Lange Zeit sehr gut gegen den Liga-Primus gestemmt

Landesliga: SV Viktoria Potsdam – Fortuna Babelsberg 3:0 (0:0)

Im Freitagabendspiel unter Flutlicht trafen an der Templiner Straße im Ortsderby der Liga-Primus Viktoria Potsdam und Fortuna Babelsberg vor etwa 230 Zuschauern aufeinander. Und, obwohl die Gastgeber am vergangenen Wochenende das erste Spiel in dieser Saison völlig überraschend verloren hatten, waren sie mit ihrer Mischung aus Ex-Regionalliga- und Oberligaspielern der haushohe Favorit.

Die Frage war, würde Fortuna für diese Viktoria Niederlage büßen müssen? Denn eins war klar, der Tabellenführer würde auf eigener Anlage Wiedergutmachung betreiben wollen. Doch die Gäste waren gut darauf eingestellt und ließen wenig zu und so gab es erst nach 18 Minuten die erste nennenswerte Chance, als ein Schuss von Becker am Tor der Babelsberger vorbei strich. Auch nach einer halben Stunde das gleiche Bild, Viktoria mit mehr Ballbesitz und Spielanteilen, aber Fortuna verteidigte gut und versuchte über schnelles Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen.

Die zweite erwähnenswerte Tormöglichkeit dann erst nach 33 Minuten, doch Keeper Erik Firchau meistert den Schuss von Dennis Rothenstein sicher. Und nur eine Minute später wandelte Viktorias Lukasz Siwak leicht am Rande eines Platzverweises, als er mit gestrecktem Bein seinen Gegenspieler traf um so einen Konter zu unterbinden. Der mit seinen beiden Assistenten insgesamt gut agierende Schieri Tom Heilmann beließ es aber bei Gelb. Und so ging es nach einer schnellen, aber chancenarmen 1.Halbzeit mit dem 0:0 in die Kabinen, was sicher als kleiner psychologischer Babelsberger Teilerfolg zu werten war.

Auch in der zweiten Hälfte das gleiche Bild, Viktoria spielbestimmender, Fortuna mit schnellem Umkehrspielversuchen, aber unterm Strich mit wenig Ertrag, was die Abschlüsse betraf. Doch wie auch in der ersten Halbzeit, die Viktoria Hochkaräter waren überschaubar, was an der bis dato guten Verteidigungsarbeit von Fortuna lag. Und was doch durchkam, sah einen sehr gut aufgelegten Keeper Erik Firchau auf dem Posten.

Aber in der 73.Minute war auch er machtlos, als sich Nils Gottschick auf rechts bis zur Grundlinie durchsetzte und das Spielgerät scharf nach innen auf Pascal Borowski brachte, der volley zunächst noch am Keeper scheiterte, doch der an den Pfosten gelenkte Ball sprang von dort genau Tom Nattermann vor die Füße und es stand 1:0.

Das war natürlich der sogenannte psychologische Dosenöffner für die Hausherren und gleichzeitig der moralische Tiefschlag für die bis dato tapfer kämpfenden Gäste, die in den Folgeminuten nun natürlich etwas offensiver agieren mussten, was Viktoria mehr Spielraum ermöglichte. Keeper Erik Firchau konnte (und musste) sich danach mehrere Male auszeichnen, so dass das Spiel durchaus noch nicht entschieden war. Doch das geschah in der 80.Minute, als Nils Gottschick ganz fein Fabian Herrmann einsetzte und es stand 2:0.

Und als Alle schon das 2:0 als Endergebnis sahen, war es (ähnlich dem 1:0) erneut ein Angriff über die rechte Seite und die scharfe Eingabe fand wieder Tom Nattermann am langen Pfosten, der keine Mühe hatte in der 88.Minute zum 3:0 Endstand einzuschießen. Damit stand das gleiche Ergebnis auf der Anzeigetafel wie schon beim Hinspiel. Die gezeigte Leistung, den Kampf und Willen sollte Fortuna als Maßstab für die kommenden Spiele nehmen, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.

Am kommenden Sonnabend, den 14.03.2026 empfängt Fortuna Babelsberg um 15:00 Uhr „Am Stern“ mit dem FC Schwedt 02 den Tabellensechsten.