Nicht wirklich ins Spiel gefunden – Verdientes Pokalaus
Landespokal: SV Victoria Seelow – Fortuna Babelsberg 4:0 (0:0)
Waren noch in der ersten Pokal-Hauptrunde die geschlossene Mannschaftsleistung und der Einsatzwille der Ausschlag für das Weiterkommen gegen die SG Bornim, so waren diese an Sonnabend, bei allerdings widrigsten Wetterbedingungen, irgendwie nicht so wie vom Trainerteam erhofft, vorhanden.
Die gut 170 Zuschauer sahen dann auch nach zwei Minuten die erste große Chance für das Heimteam, als Till Schubert an der Strafraumecke zu Fall kam und Schieri Jacob Spielmann auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Gefoulte griff sich das Spielgerät und führte den Strafstoß aus, doch scheiterte am gut reagierenden Keeper Rene Oschmann, der den angeschlagenen Paul Bäuerle im Tor vertrat. Der gehaltene Elfmeter hätte den Gästen eigentlich Auftrieb geben müssen, aber irgendwie war der Tag ein Gebrauchter. Fortuna fand nicht wirklich zu dem Spiel der letzten Begegnungen. Außerdem wurde bei den stürmischen Böen manch guter Pass regelrecht vom Winde verweht und so war das 0:0 zur Pause dann doch eher etwas schmeichelhaft für Fortuna.
In die zweite Hälfte gingen die Babelsberger Gäste mit dem Willen, hier durchaus für eine mögliche weitere Pokalüberraschung zu sorgen. Doch erneut waren nur zwei Minuten seit Wiederanpfiff gespielt, da wurde im Mittelfeld der Ball verloren und halblinks tat sich für den dribbelnden Angreifer kurz ein Loch auf, sein Schuss in die lange Ecke prallte zunächst gegen den Pfosten, doch der mitgelaufene Derenik Mayilyan drückte ihn am langen Pfosten aus Nahdistanz zum 1:0 (47.) über die Linie.
Und nur neun Minuten später (57.) war Lennard Flaig zur Stelle und schmiss mit dem 2:0 alle taktischen Pläne der Gäste über den Haufen. Rund sechzig Minuten hatten sie kein Tor erzielt und auch kaum Hochkaräter herausgespielt. Die Aufgabe, das Spiel nun noch zu drehen schien an diesem Tag denn auch eher zunehmend unwahrscheinlich zu werden. Der starke Wind verleitete auch einige Spieler immer wieder lange Pässe zu schlagen, die kaum erlaufen werden konnten und vor allem nahm man so das eigene kreative Mittelfeld um Theo Wartmann aus dem Spiel. Seelow indes agierte einfach einen Tick gedankenschneller und war, ohne Wenn und Aber, an diesem Tag das bessere Team auf dem Platz.
Über eine halbe Stunde ließ Fortuna aber auch nichts weiter zu. Doch in der 89.Minute fiel ganz unglücklich das 3:0, als ein Verteidigerabwehrschlag zu einer Art Querschläger wurde und die Böen den Ball über Rene Oschmann Richtung Tor wehten, der zwar noch versuchte, den Ball mit der Hand von der Linie zu holen, doch das gelang nicht optimal und so wurde ihm der Treffer als Eigentor „gutgeschrieben“. Wenn es nicht läuft, kommt eben oft auch noch Pech hinzu.
Zu allem Ungemach zog auch noch ein Gewitter über den Platz und die Partie musste deshalb für einige Minuten unterbrochen werden. Nachdem es halbwegs abgezogen war, wurde die restliche Nachspielzeit noch absolviert. Allerdings schien Fortuna nun nicht mehr richtig motiviert, denn unmittelbar nach dem Wiederanpfiff kamen die Hausherren in der neunzehnten Nachspielminute (90.+19) durch Marvin Marquardt noch zum 4:0. Ein verdienter Pokalerfolg der Seelower, der aber um ein Tor zu hoch ausgefallen ist.
Am kommenden Sonnabend, den 12.09.2026, um 15:00 Uhr steht nun das erste Heim-Punktspiel für Fortuna „Am Stern“ auf dem Plan. Allerdings steht es unter keinem guten Stern, denn wegen Urlaub, Verletzung und beruflicher Verpflichtungen ist die Personalsituation erneut äußerst angespannt. Hilfe ist auch von der Zweiten kaum zu erwarten, die zur gleichen Zeit auswärts in Dallgow antritt.