In letzter Sekunde den Ausgleich kassiert
Landesliga: FC Strausberg – Fortuna Babelsberg 2:2 (1:1)
Die fast schon katastrophal zu nennende Personalsituation der letzten Wochen bei Fortuna Babelsberg, mit mehrfach nur elf zur Verfügung stehenden Spielern, hatte sich vor diesem Spiel ganz leicht entspannt, so dass dieses Mal zumindest mit zwei einsatzfähigen Auswechselspielern, vor über 160 Zuschauern, beim Aufsteiger FC Strausberg angetreten werden konnte. Dies nährte auf Babelsberger Seite wenigstens etwas die Hoffnung, hier nicht chancenlos zu sein.
Und die Anfangsphase hatte es gleich in sich, denn nach ein, zwei Minuten des Abtastens segelte eine Ecke von rechts gefährlich vor das Fortuna Tor, doch der Strausberger Abschluss knallte nur an die Querlatte. Fast im direkten Gegenzug wurde Jan Alexander Weber mit einem feinen Pass auf die Reise geschickt, umspielte den Keeper und netzte ein, dem Treffer wurde aber vom Schierigespann wegen „Millimeter-Abseits“ die Anerkennung verwehrt.
Doch nur zwei Minuten später (5.) wurde der durchlaufende Theo Wartmann im Strafraum klar von den Beinen geholt und John Lukas Schmidt ließ sich die Chance zum 0:1 nicht entgehen, auch wenn Keeper Florian Rudolph noch die Fingerspitzen drann hatte. Das war aber noch nicht das Ende der durchaus aufregenden ersten Spielminuten, denn nur drei Minuten später wurde Junior Kalubi Kalonji mit einem Pass durch die Kette bedient und erneut (wie schon bei J. A. Weber) lag der Ball im Netz, aber es wurde wieder auf Abseits entschieden. Dieses Mal aber noch enger und durchaus „fragwürdiger“. Da es aber in der Landesliga weder einen VAR noch einen „Kölner Keller“ gibt, blieb es weiter beim 0:1.
In der Folgezeit hatten beide Teams Torannäherungen und auch Halbchancen, ohne dass aber Zählbares daraus hervorging. In der 29.Minute wurden aber die Bemühungen der Gastgeber belohnt, als Silvan Küter aus dem Halbfeld einen wahren Traumpass flach durch die Kette spielte und der einlaufende Ben Jacob Keeper Paul Bäuerle beim 1:1 Ausgleich keine Chance ließ. Auch danach erspielten sich die beiden Kontrahenten Tormöglichkeiten. Wobei der auffällig agierende Silvan Küter in der 41.Minute die dickste Möglichkeit hatte, aber im eins gegen eins an Paul Bäuerle scheiterte, so dass es beim Unentschieden zur Halbzeit blieb.
Auch in der zweiten Spielhälfte ein ähnliches Bild. Beide Teams erspielten sich Möglichkeiten, allerdings nur wenige Hochkaräter und was auf das Tor kam, sah beide Torhüter auf dem Posten. Und so lebt die Partie von der Spannung, während sich die Spielzeit Schritt für Schritt dem Ende näherte. Fortuna setzte nun zunehmend auf kompakte Abwehr und Konter, während Strausberg offensiv agierte. Doch die letzten Minuten sollten noch einmal Aufregung vor beiden Toren bringen. Denn als in der 86.Minute ein weiter Abschlag per Kopf verlängert und von der Abwehr der Hausherren ganz schlecht geklärt wurde, hatte Julien Fitzlaff, in seinem 100.Spiel für Fortuna Babelsberg (herzlichen Glückwunsch) plötzlich halblinks freie Bahn, behielt die Nerven und es stand 1:2.
Aber noch war die Partie nicht zu Ende und die Strausberger warfen nun alles nach vorn, wollten wenigstens den 2:2 Ausgleich. Und der fiel tatsächlich noch in der „allerletzten Sekunde“ (90.+2) durch Max Nürbchen, der einen weiten Pass erlief, der aus einer Art Befreiungsschlag resultierte und zwischen zwei Abwehrspielern brachte er den Ball im Tor unter. Danach gab es noch Anstoß und dann pfiff Schieri Lennart Meintzen die Partie ab.
Betrachtet man das ganze Spiel, so war der Zeitpunkt des Ausgleichs zwar aus Fortuna Sicht äußerst unglücklich, aber für die Gastgeber durchaus verdient. Es sollte deshalb also eher „einen Punkt gewonnen“, als „zwei Punkte verloren“ heißen.
Die beiden Fortuna Tore im Video von Guido Moll => https://youtu.be/av2ivIsfJm8?is=OaOHnyMuBMQ-nGzT
Am kommenden Sonnabend, den 26.09.2026 empfängt Fortuna Babelsberg auf heimischem Gelände „Am Stern“ um 15:00 Uhr den Angermünder FC.