In Unterzahl lange beim Vizemeister mitgehalten
Landesliga: SV Falkensee-Finkenkrug – Fortuna Babelsberg 5:2 (0:1)
Zum letzten Spiel der Saison reiste Fortuna zum Vizemeister der Landesliga Nord, zum SV Falkensee-Finkenkrug an die Leistikowstraße. Und wie schon oft in dieser Saison, stand wegen Langzeitverletzungen und anderer Dinge dem Trainerteam Marc Flohr und Maik Troschinski nur ein kleiner Spielerkader zur Verfügung. Selbst die beiden verbliebenen Auswechselspieler waren angeschlagen, setzten sich aber auf die Bank zu Keeper Erik Firchau. Doch gerade deshalb wollten die Mannschaftkameraden der Startelf ein gutes Spiel abliefern. Und das taten sie dann auch erstaunlich gut vor den fast 160 Zuschauern.
Beide Mannschaften spielten von Beginn an durchaus offensiv und kamen so zu der einen oder anderen Chance, doch zwanzig Spielminuten lang konnte keine der beiden Seiten Zählbares auf dem Habenkonto verbuchen. Doch dann die Chance für Fortuna, als John-Lukas Schmidt im Strafraum gefoult wurde und Schieri Chris Wein auf den Elfmeterpunkt zeigte. Ben Vetter trat an und verwandelte sicher zur 0:1 Führung, die bis zur Halbzeitpause hielt. Allerdings ging es mit einem Wermutstropfen in die Kabinen, da Mittelfeldmotor Cedric Cawi, der in der 33. Minute schon Gelb gesehen hatte, in der 45.Minute mit Gelb/Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Fortuna fortan nur noch zu Zehnt.
Und dies schien scheinbar moralisch bei den Gästen zu wirken, denn kaum waren zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gespielt, stellte Julian Ullmann mit seinem Treffer in der 47.Minute den 1:1 Ausgleich her. Ja, es kam noch schlechter für die Landeshauptstädter, denn weitere vier Minuten später (51.) brachte Eike Espig den SV Falkensee-Finkenkrug mit dem 2:1 erstmals in Führung. Mit diesem Doppelschlag zeigten die Gastgeber auch Ihre individuelle Klasse. Zum Glück fing sich Fortuna wieder und hielt, wie in Hälfte eins, gut dagegen. Und wurde dafür in der 70.Minute belohnt, als John-Lukas Schmidt Babelsbergs Torjäger Ben Vetter in Szene setzte, der mit seinem 16.(!!) Saisontreffer zum 2:2 traf.
Ein wenig liebäugelte man jetzt auf Gästeseite sogar mit einer kleinen Überraschung. Doch in den letzten Spielminuten machte sich die Unterzahl dann scheinbar doch etwas bemerkbar. Oskar Szalaty erzielte in der 79.Minute das 3:2 und so schwanden Moral und Hoffnung. Das führte dazu, dass die Mannschaft in der 90.Minute, erneut durch Oskar Szalaty, das 4:2 hinnehmen musste. Und Niklas Tille machte in der dritten Nachspielminute (90.+3) mit dem 5:2 den Deckel endgültig drauf.
Dass das Ergebnis um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist und nicht den durchaus guten Einsatz Fortunas widerspiegelt, spielt beim Ergebnissport Fußball am Ende keine Rolle. Auffallend allerdings, dass in den letzten vier Spielen jeweils in der Schlussphase bzw. Nachspielzeit entscheidende Tore kassiert werden mussten.
Nun geht es für Alle mehr oder wenig in die Sommerpause, bevor es mit dem Trainingsauftakt am 11.07.2026 heißt, „auf ein Neues in der Landesliga, Fortuna“.
Foto(s): Benno Knospe