Kreisoberliga: Fortuna Babelsberg II  – SV Blau-Weiß Damsdorf 0:2 (0:2)

Die letzten vier Begegnungen dieses Jahres bescherten Fortuna drei Mal das jeweilige Tabellenschlusslicht als Gegner. Dazu noch das Ortsderby gegen die Zweite des FSV Babelsberg 74, ein Spielplan fast wie gemacht für eine gute Punktausbeute zum Jahresausklang. Doch es kam ganz anders. Einem knapp verlorenen Derby (1:2), stehen drei Niederlagen gegen den jeweiligen Tabellenletzten mit einem Torverhältnis von 1:9 gegenüber.

Temperaturen unter 0 Grad und geringer Schneegriesel am Vormittag hatte den eigentlich trockenen Kunstrasen an einigen Stellen etwas glatt gemacht, so dass der eine oder andere Akteur gelegentlich Standschwierigkeiten hatte. Da dies aber für beide Seiten galt, glichen sich die dadurch erfolgten Ballgewinne/-verluste immer wieder aus.

In der ersten halben Stunde war es zeitweise ein etwas „wildes“ Spiel, da beide Teams versuchten den Gegner schnell zu attackieren, so dass der Spielfluss spätestens am Strafraum unterbunden und sofort mit einem schnellen Gegenstoß beantwortet wurde. Auffallend dabei, dass beide Teams mit unterschiedlichen Mitteln den Erfolg suchten. Während Fortuna die technisch feinere Klinge schlug und das Kurzpassspiel bevorzugte, operierten die Dahmsdorfer mehr mit langen Bällen. Das zahlte sich aus, denn die Gastgeber rannten sich immer wieder am Bollwerk fest, während die Gäste freie Räume für die langen Pässe fanden.

In der 24.Minute nutzte der schnelle Florian Jäger auf der linken Seite einen dieser langen Flugbälle und ließ Keeper Paul Pöppel mit einem satten Schuss unter die Latte keine Chance. Fortuna lief nun einem 0:1 Rückstand hinterher und es kam noch schlimmer. In der 28.Minute misslang (ohne Bedrängnis) ein Rückspiel auf den Torwart komplett, den viel zu kurz gespielten Ball erlief Christian Pietzsch und blieb Sieger gegen Pöppel im eins gegen eins.

Fortuna hatte danach mehr vom Spiel, doch Dahmsdorf, mit der Führung im Rücken machte hinten dicht und die Hausherren blieben immer wieder mit dem optisch durchaus gut anzusehenden Kurzpassspiel in der vielbeinigen Abwehr hängen. So ging es mit dem 0:2 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam Fortuna mit frischem Mut aus den Kabinen und es wurde danach zunehmend Einbahnstraßenfußball, ein anrennen auf das Dahmsdorfer Tor. Die Gäste kamen nur noch sporadisch aus ihrer Hälfte, aber verteidigten den Vorsprung mit Leidenschaft. Die Hausherren spielten nun gegen ein Bollwerk, dass sie aber nur selten mit gefährlichen Abschlüssen knacken konnten, zu viele Abwehrbeine waren störend in der Damsdorfer Gefahrenzone. Abschlusspech kam hinzu, als z.B. ein Schuss von Mirsad Muratovic nur an den Pfosten krachte, ein Kopfball an der Latte landete oder ein Gestocher mit mehreren Schussversuchen, einen Meter vor der Torlinie, nicht zum Erfolg führte.

Bei den wenigen Gegenstößen der Gäste sorgten die ungeheuer lauffreudigen und schnellen Jäger, Pietzsch und Schreiber allerdings einige Male für kreuzgefährliche Momente, so dass Keeper Paul Pöppel sein ganzes Können in die Waagschale werfen musste, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern.

So blieb es am Ende beim 0:2 und damit der vierten Fortuna Niederlage in Folge. Da die Tabelle noch ein verzerrtes Bild zeigt, (Fortuna steht mit ein bzw. zwei Spielen mehr zu Buche) wird es noch einen „Rutsch nach unten“ geben. Denn sollte es ungünstig laufen und die Konkurrenten vom unteren Tabellendrittel ihre Spiele am kommenden Wochenende erfolgreich gestalten, könnte Fortunas Zweite durchgereicht werden und auf einem der Abstiegsplätze überwintern müssen.