Kreispokal: Fortuna Babelsberg II – SV Germania 90 Berge 0:3 (0:1)  

Nach dem AOK-Landespokalviertelfinale der 1.Männermannschaft von Fortuna Babelsberg am Vortag gegen den FC Energie Cottbus, das trotz der Niederlage ein Fest für Spieler und mitreisende Fans war, stand am Sonntag ein weiteres Pokalviertelfinale mit Fortuna Beteiligung an, dieses Mal im Kreispokal Havelland.

Fortunas Zweite rechnete sich durchaus Chancen aus, schließlich hatte man auf dem bisherigen Pokalweg auch höherklassige Teams aus dem Weg geräumt. Allerdings lief an diesem Tag, mit dem SV Germania 90 Berge, ein kampfstarker Kreisoberligist auf, der mit einem lautstarken Anhängerteam anreiste und so war mit rund 160 Zuschauern ein guter äußerer Rahmen gegeben.

Doch es begann alles andere als gut für die Gastgeber, denn bereits in der vierten Minute erzielte Marcel Matthey (relativ einfach) das 0:1, als er auf der rechten Seite außerhalb des Strafraums angespielt wurde und der „unnötigerweise“ das Tor verlassende, ihm entgegenlaufende Keeper Rene Oschmann das Laufduell verlor.

Der Rest der ersten Hälfte verlief vergleichsweise arm an Torchancen. Während Fortuna versuchte, mit Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen, agierten die Berger kompakt und mit langen Bällen im Umkehrspiel. Beide Defensivreihen ließen aber wenig zu, so dass das knappe Halbzeitergebnis eher glücklich als spielerisch verdient war.

Nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeber mehr Druck, hatten mehr Spielanteile und es sah optisch danach aus, dass wohl in absehbarer Zeit der Ausgleich fallen könnte. Magomed Balliev hatte diesen auf dem Fuß, doch an seinen Lupferversuch kam Keeper Robin Wawrzik noch mit den Fingerspitzen.

Wie so oft im Fußball rächen sich vergebene Torchancen, denn nur wenige Minuten danach (58.) schaltete sich Marcel Matthey in eine total verunglückte Rückgabe zwischen Adam Atarouwa und Keeper Rene Oschmann ein und hatte erneut wenig Mühe, sein zweites Tor des Tages zu erzielen.

Fortuna spielte die letzte halbe Stunde zunehmend nach dem Motto „Alles oder Nichts“, konnte aber letztendlich nichts Zählbares verbuchen und als in der letzten Spielminute ein Eckball per Kopf, statt nach außen, genau in die Mitte abgewehrt wurde, traf Marlon Wöhrmann volley aus 16 m zum 3:0. Unmittelbar danach pfiff Schieri Cedric Molowitz die Partie, die während der Spielzeit wegen der „Pyro Show“ der Berger Fans unterbrochen werden musste, endgültig ab.

Ein Spiel, das aus Fortuna Sicht (wegen der begangenen Fehler) nicht nur völlig schief gelaufen ist, sondern auch bei Spielern und Zuschauern ein „ungutes Gefühl“ (auf Grund der massiven, durch die Berger Fans verursachten Polizeipräsenz) hinterlässt.