Die Landesliga Fußballer von Fortuna Babelsberg können auf eine starke Hinrunde zurückblicken, der Aufstieg ist aber weiterhin nicht das Saisonziel.

Es ist ein wenig Zeit verflogen seit dem letzten Pflichtspiel der Landesliga Fußballer von Fortuna Babelsberg. Für Trainer David Sommer ist diese Zeit wertvoll, mit ein wenig Abstand konnte er auf die tolle Leistung seiner Mannschaft in der Hinrunde blicken, „ wir waren über unseren Verhältnissen unterwegs, wir wollten oben mitspielen und Druck auf den Ersten ausüben“, verrät der 34 Jährige die Zielstellung vor der Saison. „Wir haben nicht damit gerechnet dass wir Erster sein werden“. Doch mit der Punktausbeute von 35 Punkten aus 14 Spielen gibt es kaum eine Liga, in der die Kicker vom Potsdamer Stadtteil „Am Stern“ nicht Spitzenreiter wären.

„Wir haben schon gemerkt, dass wir Großes geleistet haben“, so Sommer, der sich mit seinem Team nur im letzten Spiel des Jahres mit 1:3 gegen den FC Schwedt geschlagen geben musste. „Da waren wir gar nicht schlecht“ erinnert er sich an die Partie auf dem heimischen verschneiten Kunstrasen, „uns fehlte das Spielglück, Schwedt war dreimal vor unserem Tor und hat die Chancen effektiv genutzt. Es war die erste Niederlage nach saisonübergreifend 24 Spielen da waren wir halt fällig“ meint Sommer der den 2:0 Sieg gegen den Birkenwerder BC als schlechteste Saison Leistung hervorhob, „da gehen wir mit ganz viel Glück mit 2:0 in die Halbzeit, Birkenwerder hatte sogar einen Elfmeter verschossen.“

Im Top Duell gegen Fortuna Glienicke waren die Potsdamer jedoch da und gewann unerwartet hoch mit 4:0. „Da waren auch wir überrascht“, gibt der Babelsberger Trainer zu und dennoch sei der Aufstieg im Süden Brandenburgs noch kein Thema, „es kommt für uns darauf an, wie die ersten Spiele laufen werden, aber erst 6 Spieltage vor Schluss werden wir unser Saisonziel gegebenenfalls ändern“, erklärt der gebürtige Magdeburger, der mit Fortuna in seiner zweiten Saison ist. „Wir brauchen keinen Druck aufbauen, genau deswegen stehen wir gerade da oben, Stahl Brandenburg will aufsteigen, Fortuna Glienicke will aufsteigen, wir müssen nicht.“

Die Vorzeichen auf einen Aufstieg in die Brandenburgliga stehen dennoch gut, in den letzten 10 Jahren gelang dem Herbstmeister, wenn die Saison komplett zu Ende gespielt wurde, 9 Mal der Aufstieg, lediglich der RSV Eintracht konnte dem Ludwigsfelder FC in der Saison 2013/2014 noch den Titel entreißen.

Doch für Sommer gehört mehr als nur die sportliche Qualifikation dazu, „unser Plan war nicht, nach 2 Jahren aufzusteigen, unser Plan ist es, dass wir den Kader weiter verjüngen und Sponsoren akquirieren, dass wir den Verein in Ruhe aufbauen und eine gute Außendarstellung besitzen.“

Besonders infrastrukturell sieht der ambitionierte Trainer noch Verbesserungspotenzial, „unser Platz gefällt uns nicht, wir haben hier noch ein bisschen was vor uns und uns ist auch keiner böse wenn wir weiter Landesliga spielen, Hauptsache es geht nicht eine Liga runter“, erklärt er und verweist auch auf die für den Verein weniger attraktive Brandenburgliga. „Kurzfristig wäre ein Aufstieg möglich, aber in der in die Oberliga nicht und ob du dann in der Brandenburgliga oder in der Landesliga rumdümpelst ist egal, hier hast du zumindest noch die beiden Highlight-Spiele gegen Babelsberg 74 aber klar sportlich will man immer aufsteigen wir müssen aber schauen was am gesündesten für den Verein ist“.