Landesliga: SV Schwarz-Rot Neustadt – Fortuna Babelsberg 1:1 (1:1)

Ein Blick in die Statistik ließ bereits erahnen, dass die Trauben in Neustadt für Fortuna hoch hängen werden, denn in den bisherigen elf Duellen gelang kein Sieg gegen Neustadt, es wurde acht Mal verloren und vier Mal Unentschieden gespielt.

Diese Statistik wollten die Gäste nun positiv ändern und mit dem Schwung der bisherigen erfolgreichen Spiele den ersten Sieg einfahren, doch daraus wurde erneut nichts. Allerdings ging es knapp zu und beide Mannschaften hätten die drei Punkte auf der Habenseite verbuchen können.

In den bisherigen Begegnungen hatte Fortuna mit dem Anpfiff immer sofort das Spiel übernommen und Druck ausgeübt, doch war dies in dieser Partie gegen Neustadt etwas schwieriger, denn auch die Gastgeber wollten sofort klarmachen, dass auch sie beabsichtigten dieses Match als Sieger zu beenden. Und so kam Fortuna in den ersten zwanzig Minuten nicht so souverän zum Zug, wie man es in den vergangenen Spielen gesehen hatte.

Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten belohnte sich Neustadt in der 18.Minute mit dem Führungstor durch Marty Müller, der einen, per Kopf genau in die Mitte abgewehrten Ball, aus 20 Metern im rechten Winkel zum 1:0 versenkte.

Acht Minuten später hatte Torjäger Tarik Wenzel das 2:0 auf dem Fuß, als er fein von Lukas Japs freigespielt wurde, aber im eins gegen eins den Ball an Keeper Erik Firchau, aber auch am rechten Pfosten vorbei schob. Spätestens jetzt wusste Fortuna, dass man mehr tun musste und das Team von David Sommer straffte sich. Nur drei Minuten später stand es 1:1 (29.), als Niclas Donatz eine schöne Kombination über Alexander Zeplin und Sascha Guthke  aus sechs Metern abschloss.

Nun hatte Fortuna mehr vom Spiel und zwei/drei gute Chancen. So z.B. als Niclas Donatz freistehend aus 6 Metern den Ball genau in die Arme von Keeper Johannes Wilke schoss oder als Sekunden vor dem Halbzeitpfiff Torhüter Wilke seine Klasse zeigen musste, als er einen Schuss von Timo Schöning mit den Fingerspitzen aus dem Winkel fischte.

In Hälfte zwei hatte zunächst Fortuna mehr vom Spiel und in der 50.Minute durch Tim Dethloff das zweite Tor auf dem Fuß, als er den Torhüter umspielte, aber dann aus halblinker Position, völlig unbehindert, nicht das leere Tor, sondern nur das Außennetz traf. Neustadt wirkte in dieser Phase etwas verunsichert und es gab eine Reihe von Freistößen, die die Babelsberger Gäste aber allesamt unkonzentriert vergaben.

Nach etwa siebzig Minuten Spielzeit hatte sich das Gleichgewicht wieder eingependelt und beide Teams noch die eine oder andere Chance, aber zählbares sprang dabei nicht heraus, bis zur letzten Spielminute, als es noch einmal ganz aufregend wurde. Enis Wendland hatte sich gegen Verteidiger und Torhüter durchgesetzt und mitten in seinen Torabschluss ertönte der Pfiff des Schieris, der wohl auf den Schrei des zu Boden gehenden Keepers reagierte und das Tor nicht anerkannte. Nach „Protesten“ und um sich zu vergewissern nahm er eine längere Rücksprache mit dem Assistenten, blieb dann aber bei der Entscheidung kein Tor. Hier hatten die Gastgeber viel, viel Glück auf ihrer Seite, denn auch neutrale Zuschauer hatten keine unfaire Attacke gesehen. Unabhängig davon ist die Leistung des Schieris Josef Granzow und seiner Assistenten zu loben, die das (hier und da) durchaus haarige Spiel mit Souveränität leiteten.

Von Guido Moll => Das Tor (Video)