Landesliga: Fortuna Babelsberg – FC Schwedt 02  1:0 (1:0)

In den letzten Wochen standen bei Fortuna gedanklich andere Dinge im Vordergrund, auf diese wird am Ende des Berichtes aber noch eingegangen. An diesem Sonnabend sollte es aber um den Punktspielalltag gehen  und nach drei nicht gewonnenen Pflichtspielen, sollte der Bock endlich umgestoßen werden. Mit dem FC Schwedt 02 kam ein sich wieder im Aufwind befindlicher Tabellennachbar an den Potsdamer Stern.

Knapp 100 Zuschauer wollten das Spiel bei äußerlich für diese Jahreszeit angenehmen Wetter sehen, allerdings wurde es mit zunehmender Spielzeit immer kälter und es näherte sich dem so oft beschriebenen Novemberwetter.

Das Trainerteam nahm einige Veränderungen in der Startelf vor und so führte auch erstmals Torwart Erik Firchau die Mannschaft als Mannschaftskapitän auf den Rasen, der den Dauerregen vom Donnerstag erfreulich gut verkraftet hatte. Es entwickelte sich von Beginn an ein schnelles Spiel, beide Mannschaften versuchten in die entscheidende Zone zu gelangen. Unsere Mannschaft kam verstärkt über die rechte Seite, aber in den ersten zwanzig Minuten gelang,  trotz einiger guter Chancen, nichts Zählbares. Schon zu diesem Zeitpunkt war ersichtlich, dass die derzeit beiden fairsten Mannschaften der Landesliga Nord aufeinandertrafen. Beide Teams versuchten immer wieder spielerische Lösungen zu finden.

Schwedts Keeper Bartosz Klonowski wurde in der 21.Minute das erste Mal ernsthafter geprüft, der Abschluss von Andreas Plaue aus spitzen Winkel war aber keine Hürde für ihn. Chancenlos war er allerdings sechs Minuten später, ein herrlicher Pass von Maximilian Lehe über die aufgerückte Abwehr erlief sich Armand Ligouis und brachte den Ball links unten ins Netz zur Führung unter. In der Folgezeit drängten die Schwedter auf den Ausgleich, den mehrmals Erik Firchau, auch im eins gegen eins, verhinderte. Zweimal scheiterte Manuel Fuchs innerhalb einer Minute an ihm. Den Schlusspunkt einer guten ersten Hälfte setzte dann Andreas Plaue, sehr gut durch Armand Ligouis freigespielt, scheiterte er aber am hervorragend reagierenden Schwedter Torwart.

Die zweite Halbzeit hatte einen ähnlichen Spielverlauf. Es entwickelte sich ein verteiltes Spiel, die Möglichkeiten zur Entscheidung konnten nicht genutzt werden, wurden aber auch manchmal durch knappe Abseitsentscheidungen unterbunden und so lebte die Partie von der Spannung.

Die Gäste investierten von Minute zu Minute mehr in die Offensive und hatten auch ihre Chancen. Immer mehr stand Fortunas Abwehr, in der alle Akteure überzeugten, im Mittelpunkt des Geschehens. Erik Firchau, der eine konstante und sehr gute Hinrunde spielt, darf sich aber Matchwinner nennen und sicherte so die drei Punkte mit dem knappsten aller Resultate. Der alte Phrasenspruch "Spiele werden in der Abwehr gewonnen" hatte an diesem Samstag einmal mehr neue Nahrung erhalten. Ein Lob an alle, die sich diesen Sieg nach den ganzen Wochen erspielt, erkämpft und verdient haben.

Nun geht es am kommenden Samstag im AOK-Landespokalviertelfinale zum „Bonusspiel“ nach Cottbus. Erste emotionale Aussagen eines möglichen Nichtantretens wegen des Heimrechttausches, gehören der Vergangenheit an. Einmal in einem bundesligatauglichen Stadion zu spielen sollte einfach jeder Spieler für sich genießen, bis dahin hart trainieren und auf einen Startelfeinsatz brennen um sich anzubieten. Von irgendwelchen Ergebnissen zu träumen ist erlaubt, aber die gesamte Mannschaft hat die Möglichkeit sich dort als Landesliga-Mannschaft zu präsentieren, die guten Fußball spielen kann.

Dass uns am Donnerstag bekannt gewordene Sportgerichtsurteil, mit einem Ordnungsgeld von 900 Euro, auf Grund der „Pyro-Show“ vor dem Pokalspiel gegen Seelow, tut finanziell sehr weh. Nicht messbar ist aber der Makel in der Außendarstellung für den gesamten Verein und die Aktion war eines der Puzzleteile für die getroffene Sicherheitseinschätzung des Spiels gegen Energie Cottbus..