AOK Landespokal: Fortuna Babelsberg – SV Victoria Seelow 1:0 (0:0)  

In „gefühlter Steinwurfweite“ fand zur gleichen Zeit die Landespokal-Partie des RSV Eintracht gegen den SV Babelsberg 03 statt und so wollten leider nur knapp 200 Zuschauer das Pokalspiel gegen den Oberligisten Victoria Seelow, trotz der Fortuna Erfolgsserie und auch trotz des schönen Wetters, sehen.

Optimale äußere Bedingungen waren für ein packendes Pokalspiel gegeben und unsere Mannschaft hatte auch gesundes Selbstvertrauen für das Spiel. Victoria Seelow, derzeit zwei Klassen höher in der Oberliga spielend und dort im Abstiegskampf stehend, musste mit der Favoritenrolle leben.

Gegenüber der Trebbin Startelf nahm David Sommer nur eine Veränderung in Fortunas Startelf vor. Christopher Wittke übernahm die Position eins zu eins von Erik Beckmann. Dieser Wechsel war demzufolge auch kein Wechsel im Spielsystem, das natürlich, dem Gegner geschuldet, komplett einen Tick tiefer absolviert wurde.

In der ersten Viertelstunde war es ein verteiltes Spiel ohne Möglichkeiten auf beiden Seiten. Unsere Elf war engagierter und versuchte in die entscheidenden Zweikämpfe zu kommen und über so über diese ins Spiel zu gelangen. So spielte sich die Partie zwischen den Strafräumen ab und war wenig aufregend, was Torchancen betraf. Mit zunehmender Spielzeit hatte die Sommerelf ganz leichte Vorteile, mehr aber als ein Schuss aus spitzen Winkel von Armand Ligouis nach 27 Minuten sprang nicht heraus. Besser war dann der Kopfball erneut von Armand Ligouis in der 41.Spielminute nach einer Plaue Ecke von rechts, Seelows Keeper Pawels Dorosevs konnte den Ball gerade noch so aus dem Angel holen. Vor dieser Szene handelt sich Seelows Verteidiger Yvan Ngoyou eine gelbe Karte wegen Ballwegschlagens ein, die im späteren Verlauf noch an Bedeutung gewinnen sollte. Wichtig aber für den torlosen Halbzeitstand war auch Fortunas Einstellung. Mit jedem gewonnenen Zweikampf wurde sich lautstark gegenseitig motivierte, jeder war für jeden da.

So ging das Spiel auch in den zweiten 45 Minuten weiter, auf beiden Seiten gab es kaum zwingende Torchancen, beide Abwehrreihen beherrschten das Geschehen und die Angst, den Fehler des Spiels zu machen, stieg von Minute zu Minute. Das spürten auch alle Zuschauer und Spieler und so lebte das Match immer mehr von der Spannung.

Nach einer knappen Stunde nahm Trainer David Sommer den bereits mit Gelb verwarnten Enis Wendland vom Platz, um neue Impulse zu setzen, aber vor allem auch, um eine mögliche Unterzahl zu vermeiden. Dieses „Schicksal“ ereilte dann die Seelower Gäste in der 71.Minute. Yvan Ngoyou, bis dahin stärkster Mann auf dem Platz, als er sich nach der unnötigen Karte in der ersten Hälfte, die Ampelkarte einhandelte und vom Platz musste.

Beeindruckend in den letzten zwanzig Minuten, wie unsere Mannschaft weiterhin die Ruhe behielt und nicht mit Gewalt und Hektik auf die Chance drängte. In dieser Phase hatte Dennis Weber drei zählbare Torabschlüsse, die Entscheidung lag im Bereich des Möglichen aber es blieb beim 0:0. Alle stellten sich innerlich bereits auf eine Verlängerung ein, da bot sich Andreas Plaue nach einem Abwehrfehler die Chance, er spielte zurück auf Dennis Weber und dieser wurde im Strafraum ganz eindeutig von den Beinen geholt. Die rote Karte für den Seelower Simeon Apostolow wirkt als Doppelstrafe, denn dazu gab es den fälligen Elfmeter. Entgegen dem Phrasenspruch, dass der Gefoulte nicht selbst antreten soll, nahm sich Dennis Weber die Kugel und verwandelte scharf platziert zum 1:0 (90.). Der Jubel war riesengroß und es musste „nur“ noch die Nachspielzeit überstanden werden. Dies gelang und die Überraschung war perfekt, als der sehr souverän leitende Schieri Tobias Starost abpfiff. Der Matchplan vom Trainerteam ist komplett aufgegangen und so steht die Truppe nach dem Abpfiff überraschend im Viertelfinale. Sieht man sich aber die Bilanz im Pokal an, ist diese nach vier gespielten Runden absolut makellos, vier Siege und 9:0 Tore sprechen eine deutliche Sprache!

Mit dem Einzug in das Viertelfinale, das am Samstag den 13.11.2021 laut Rahmenterminplan gespielt werden soll, hat die Mannschaft ein deutliches Zeichen gesetzt. Natürlich sind nun alle auf die Auslosung gespannt, da sehr interessante Lose in der Trommel sind, es muss aber nicht automatisch ein Heimspiel werden, da sich mit dem Ligakonkurrenten aus Ahrensfelde noch ein Landesligist im Wettbewerb befindet. Pikant an dieser Konstellation wäre, das gerade an diesem Samstag das Punktspiel in Ahrensfelde stattfinden sollte.

Freuen wir uns nun auf die Punktspiele. Kommenden Samstag geht es nach Neustadt, dort ist der Anstoß bereits um 14.00 Uhr!!! Im nächsten Heimspiel am 23.Oktober empfangen wir den FK Hansa Wittstock 1919, dann allerdings wieder um 15.00 Uhr.