Landesliga: FSV Babelsberg 74 - Fortuna Babelsberg 1:1 (0:1)  

Freitagabendspiele unter Flutlicht haben immer wieder besondere Reize für alle Beteiligten, spielen sie doch vor deutlich mehr Zuschauern als üblich. So hatte dieses Babelsberg Derby bei angenehmen äußeren Temperaturen mehr als 250 Zuschauer angezogen.

Die Vorzeichen drängten diesmal unsere Mannschaft in die Favoritenrolle, auch damit muss man lernen umzugehen. Trainer David Sommer, der auch auf eine Vergangenheit als Spieler beim FSV 74 verweisen kann, hatte fast sein komplettes Aufgebot zur Verfügung und so konnte es um 20.00 Uhr endlich losgehen.

Die Gastgeber standen von Beginn an massiv in der Abwehr und griffen auch erst in der eigenen Hälfte an, so dass der Raum sehr eng wurde. Über gelegentliche Konter wollte man zum Erfolg kommen, erste Torschüsse in der Anfangsphase durch Nico Zanin gingen Richtung Tor von Erik Firchau, waren aber nicht von Erfolg gekrönt.

Durch die Spielweise der Gastgeber bekam unser Team zwar eine optische Überlegenheit, aber im Abschluss, in der Endzone, war zumeist ein Abwehrbein dazwischen, es wurden kaum Chancen herauskombiniert. So kam der Führungstreffer in der 19.Minute fast aus dem Nichts, einen Querpass der 74er vor dem eigenen Strafraum, nutzte John Lukas Schmidt gedankenschnell und netzte unten links gekonnt zum 0:1 ein. Diese Führung sollte eigentlich Sicherheit geben, aber es gelang trotzdem weiter nicht sich entscheidend durchzusetzen, die spielerischen Vorteile in Zählbares umzumünzen und vielleicht bereits in der ersten Hälfte eine Vorentscheidung zu erzwingen.

Unverändert kamen beide Mannschaften aus den Kabinen und die Hausherren überraschten in der 47.Minutemit einer tollen Kombination über Nico Zanin, Henok Woldegiorgis, die Thomas Wisniowski zum schnellen Ausgleich nutzte. Da war unsere Abwehr noch im Pausenmodus, der nach dem Ausgleich dann wieder umgeschaltet wurde.

Danach ähnelte das Spiel den ersten 50 Minuten. Auf der einen Seite eine stabile sichere Abwehr und wir waren zumeist, bei allem positiven Willen, mit unserem Latein am Strafraum am Ende.

Drei Höhepunkte hatte die Partie aber noch. In der 67.Minute setzte sich Nico Zanin erneut in Szene, einen Konter schloss er mit einem satten Schuss aus 20 Metern ab, der Ball landete aber nur am Lattenkreuz.

In der 76.Minute ein Konter der 74er der kurz vor unserem Strafraum weggegrätscht wurde, alle rechneten schon fast mit dem schlimmsten, aber es gab nur gelb und Freistoß, beides wurde vom Schiedsrichter Patrick Franke nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurückgenommen und das ohne den Köllner Videokeller. Diese faire Aktion war bezeichnend für die Achtung beider Mannschaften untereinander. Insgesamt war die Spielleitung unaufgeregt und souverän und trotz dreier gelber Karten für die 74er, war es ein sehr faires Spiel.

In der Schlussminute scheiterte nach einem Konter Christoph Brandt aus spitzem Winkel an Erik Firchau, der damit den Punkt sichern konnte.

Letztendlich war es ein verdienter Auswärtspunkt, aber eine Niederlage lag auch im Bereich des Möglichen. Bei etwas mehr Spielglück, hätten unsere Nachbarn auch durchaus einen Dreier bejubeln können.

Nun geht es am Samstag auf ein Neues um 15.00 Uhr gegen den SC Oberhavel Velten, die am Samstag gegen den Tabellenführer Ahrensfelde acht Gegentore eingefangen haben und auf Wiedergutmachung aus sein werden.

Übrigens spielen die Ahrensfelder immer einen Spieltag vor uns gegen den gleichen Gegner. Eine kleine weitere Vorschau der Fortuna Spiele - es folgen nach Dem Veltener Heimspiel zwei Auswärtspartien, am Dienstag (21.9.) in Birkenwerder und am Samstag darauf geht es nach Premnitz.