2.Männer

Niederlage im Ortsderby

Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - FSV Babelsberg 74 II 0:3 (0:1)

Tabellenführer gegen den bis dato -dritten lautete am Wochenende die Begegnung vor fast 100 Zuschauern "Am Stern", bei sehr guten äußeren Bedingungen.

Da der bisherige Mitkonkurrent um den Staffelsieg, SV Ruhlsdorf seit einigen Wochen etwas schwächelt, ist die 74-er Reserve auf Grund der letzten Ergebnisse, neben den Damsdorfern, die Fortuna am Vorsonntag mit einem 4:1 Sieg auf Abstand halten konnte, nun mit zum ärgsten Verfolger des Spitzenreiters geworden. Man durfte also auf das direkte Aufeinandertreffen beider Teams gespannt sein. Es wurde aber kein Knaller, so viel sei vorweggenommen.

Beide Teams hatten Respekt und agierten auf Augenhöhe. Die Gäste präsentierten sich aber bissiger und mit dem Willen als Sieger den Platz zu verlassen, während die Hausherren zunächst wenig Druck aufbauen konnten. So kam in der 11.Minute der bis dahin 26-fache Saisontorschütze Toni Schröder an den Ball und es stand 0:1. Fortuna wachte aber auch jetzt noch immer nicht so richtig auf, zwar ergaben sich Torchancen für einen Ausgleich, aber sie wurden allesamt nicht genutzt und so wechselten beide Teams, nach einer ersten Halbzeit mit vergleichsweise wenig Aufregendem, die Seiten.

Den Plan der Hausherren, in Hälfte zwei mehr in die Offensive zu investieren, erstickte nach nur drei Minuten Spielzeit seit Wiederanpfiff erneut Toni Schröder, als er in der 48.Minute die 74-er mit dem 0:2 und damit seinem 28-sten Treffer der laufenden Saison in sichereres Fahrwasser brachte. Fortuna hatte danach zunehmend mehr Ballbesitz, nahm nun auch etwas den Kampf an, wollte den Rückstand noch aufholen. Doch das Mittel, mit vielen hohen Flanken in den Strafraum zum Erfolg zu kommen, erwies sich als wenig geeignet. Viele davon klärte Christoph Meding per Kopf, stand immer wieder goldrichtig und Andreas Lange als Denker und Lenker schickte in Abständen seine Offensivkräfte auf Kontertour, so dass die Gastgeber nicht zu einem "Alles oder Nichts"-Sturmlauf ansetzen konnten.

Trotzdem gab es für die Hausherren durchaus Möglichkeiten, die aber allesamt entweder vergeben oder eine Beute von Alexander Sterz im Tor der 74-er wurden. Ein wenig Pech kam allerdings auch hinzu, als Christopher Kautz ein Flanke volley aus 12 Metern im Tor unterbrachte, doch der Assistent bremste den Jubel, er hatte den Torschützen unmittelbar vorher ganz knapp im Abseits gesehen. Und so vergingen die Minuten, ohne dass die Gastgeber zählbares zustande brachten.

Fünf Minuten vor Spielschluss fiel dann die endgültige Entscheidung, als Maximilian Hoffmann einen schnellen Konter gegen immer offensivere Hausherren mit dem 0:3 (85.) abschloss. Damit war der Drops gelutscht, die 3 Punkte für den FSV eingetütet und Tabellenplatz zwei erobert. Der Sieg der Gäste war unterm Strich letztendlich verdient, wenn auch zu hoch.Im Gegensatz zu Fortuna hatten die 74-er ihre Chancen eiskalt und clever genutzt, dies machte den Unterschied an diesem Tag aus.

Einen kleinen "verbalen Konter" der Fortunen konnten aber die Besucher nach dem Spiel noch schmunzelnd zur Kenntnis nehmen. Nachdem die Hausherren zunächst etwas missmutig den Feiertanz der siegreichen Gäste mit "Derbysieger, Derbysieger" zur Kenntnis nehmen mussten, konterten sie (ebenfalls im Kreis tanzend) mit "Spitzenreiter, Spitzenreiter". Ein Spitzenspiel der Kreisliga, von dem sich die Zuschauer aus fußballerischer Sicht sicher mehr versprochen hatten, fand so noch irgendwie ein für beide Seiten befriedigendes Ende.