2.Männer

Mit "Sonntagsschuss" zum knappen Sieg

Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - Caputher SV 1881 1:0 (0:0)

Eine Partie bei unangenehm böigem Wind und unterkühlten Temperaturen, die die knapp 50 Zuschauer nicht wirklich erwärmte.

Zu sehr neutralisierten sich beide Teams bzw. verwehte der Wind manchen gut gemeinten Pass, so dass hochkarätige Torchancen Mangelware blieben. 

Den ersten und gleichzeitig auch größten Aufreger der 1.Halbzeit verbuchten die Caputher für sich, als Riccardo Piazza nach 17 Minuten mit seinem Schuss aus 14 Metern nur die Latte des Fortuna-Gehäuses traf. Einige weitere Halbchancen auf beiden Seiten waren die ganze Ausbeute bis zum Halbzeitpfiff.

Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, ein Spiel auf Augenhöhe, aber mit wenigen Höhepunkten was die Torchancen anbelangt. Während die Gäste, nun mit dem Wind im Rücken, auf lange Pässe setzten, versuchten die Gastgeber mit Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen. Beides mit mäßigem Erfolg.

Am gefährlichsten waren die Standards. So musste Capuths Keeper Stephan Boelke bei zwei 20 Meter-Freistößen durch Maximilian Gräser und Christopher Kautz sein ganzes Können aufbieten um den Einschlag zu verhindern. Was auf der Gegenseite vereinzelt durchkam sah Rene Oschmann auf dem Posten.

Das Gefühl, wer hier ein Tor schießt geht als Sieger vom Platz, machte sich unter Zuschaueren und Spielern Mitte der 2.Halbzeit mehr und mehr breit. Die Zweikämpfe wurden, auch auf Grund der nachlassender Kraft verbissener und so verteilte der gut und sicher agierenden Schiedsrichter Lars Ruderisch jeweils 3 gelbe Karten an beide Seiten.

Als sich eigentlich Alle schon auf ein torloses Unentschieden einstellten, fasste sich in der 88.Minute Paul Görner ein Herz und zog einfach mal aus 25 Meter, trotz Gegenwind, ab. Er erwischte das Spielgerät optimal, der Ball schlug, wie an der Schnur gezogen, unhaltbar für den guten Boelke, zum 1:0 (88.) im Eck ein.

Nun warf Caputh alles nach vorn, doch Fortuna überstand mit Glück und Geschick die letzte Spielminute, als sie im allerletzten Moment "ein Gewusel", knapp vor der Torlinie klären konnten. Die Gastgeber sehen diesen knappen Sieg sicher als ausgleichende Gerechtigkeit für die 0:1 Niederlage gegen Spitzenreiter Deetz an, als sie, wie heutee die Caputher, auf Augenhöhe agiert hatten. Die Gäste hätten sich einen Punkt verdient gehabt, aber das zählt im Fußball nicht und so werden sie im Abstiegskampf auf die ausgleichende Gerechtigkeit in einem anderen Spiel hoffen müssen.