2.Männer

Zwei unterschiedliche Halbzeiten

Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - FSV Brück 1922  2:4 (0:2)

Herrliches Herbstwetter und die guten Leistungen der Hausherren in den letzten Wochen lockten rund 80 Zuschauer auf den Stern-Sportplatz.

Zu sehen bekamen sie aber in Hälfte eins einen starken Tabellendritten aus Brück, der mit langen und präzisen Diagonalpässen auf die schnellen Spitzen immer wieder die nicht sicher wirkende Abwehr der Hausherren aushebelte, während sich die Gastgeber mit dem Kurzpassspiel oft an der gut stehenden Gästeabwehr festliefen und wenig Torgefahr ausstrahlten.

Die Gäste ihrerseits waren offensiv stark und nutzen die "Wackler" in Fortunas Defensive, erspielten sich so eine Reihe guter Chancen. Eine davon nutzte Glenn Helmchen in der 30. Minute zur 0:1 Führung. Nur 10 Minuten später baute Linnard Galinski diese mit seinem Treffer zum bis dato verdienten 0:2 aus. Das Trainerduo der Hausherren reagierte und wechselte zwei Minuten vor der Pause zwei Offensivspieler ein, um ein Zeichen zu setzen.

Diese Maßnahme zeigte nach dem Seitenwechsel Wirkung. Fortuna spielte nun besser mit und übernahm zunehmend das Spielgeschehen, Zählbares gelang ihnen aber zunächst nicht. Ganz im Gegenteil, einen der gefährlichen Konter versenkte Glenn Helmchen in der 58.Minute zum 0:3.

Für die gute Moral der Babelsberger spricht, dass sie sich auch danach nicht aufgaben. Sie erhöhten sogar noch den Druck und kamen innerhalb von 4 Minuten durch Ahmed Alzekrat, per Kopf und per Nachschuss auf 2:3 (69./73.) heran. Nun hätte das Spiel durchaus auch kippen können, Chancen dazu hatten die Gastgeber, scheiterten aber wieder einmal an ihrer Abschlussschwäche.

Wie man es besser macht, zeigte Glenn Helmchen mit seinem dritten Tagestreffer zum 2:4 in der 87.Minute, als er der Ball aus 14 Metern regelrecht unter die Latte hämmerte. Damit war der Sack zugebunden.

Warum sich Brücks Allen Galinski allerdings im Torjubel zu einer Beleidigung seines Gegenspielers hinreißen ließ und dafür von Schieri Andreas Isidorczyk mit glatt Rot (87.) vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, wird wohl sein Geheimnis bleiben?!

Fazit: Brück zeigte auch in dieser Begegnung, dass sie mit ihrer Spielweise und der Effektivität vor dem Tor nicht umsonst einen Tabellen-Spitzenplatz inne haben. Fortuna kam zu spät ins Spiel, nutzte in den entscheidenden Momenten nach dem 2:3 Anschluss nicht die vorhandenen Chancen, kann aber in den nächsten Spielen auf die in der 2.Halbzeit gezeigte gute Moral aufbauen.