2.Männer

Den Spitzenreiter lange beherrscht und doch verloren

Kreisliga: SV Kloster Lehnin - Fortuna Babelsberg 3:1 (0:0)

"Wir waren klar besser, haben aber verloren", diesen Satz hört man leider bei Fortuna (zu) oft.

Auch beim Tabellenführer Kloster Lehnin bestätigte Fortunas Reserve diesen Spruch und ließ die Punkte liegen. Dabei war die Fortuna-Reserve in Hälfte eins das spielbestimmende Team, hatte die deutlich größere Anzahl an Chancen. Allesamt blieben ungenutzt und so ging es trotz eines gefühlten 1:6 Chancenverhältnisses mit einem 0:0 in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begann turbulent. Ein Freistoß der Hausherren wurde an die Strafraumgrenze zurückgelegt und der flache, trockene Schuss von Andre Schulz fand in der 47.Minute durch Freund und Feind seinen Weg zum 1:0 ins Tor zur Gastgeberführung aus dem "gefühlten Nichts".

Nur eine Minute später gelang aber den Gästen die Antwort, als sich Seyfetin Palmanak energisch durchsetzte, den Ball auf Alexander Galke brachte, der ihn zum 1:1 (48.) Ausgleich aus 11 Metern in den Dreiangel zirkelte.

Das Spiel war wieder "auf Anfang" gestellt, doch in der 63.Minute die Vorentscheidung zu Gunsten der Platzbesitzer, als ein eigentlich viel zu lang gespielter Ball doch noch zum Erfolg führte, da Fortuna-Keeper Schober, für seine Mitspieler völlig überraschend, nicht dem Ball entgegenlief und ihn aufnahm. So konnte sich Kevin Berger aus wenigen Metern die Ecke zum 2:1 aussuchen.

Fortuna spielte danach noch offensiver auf den Ausgleich, lief aber damit Gefahr den endgültigen K.o. zu bekommen und so geschah es auch. Ein Lehniner Stürmer gewann einen Pressschlag 20 Meter vor dem Tor, kam allein durch, scheiterte aber zunächst im eins gegen eins am diesmal glänzend reagierenden Mario Schober. Aber der mitgelaufene Michael Schammelt drückt den Ball aus kurzer Entfernung dann doch noch über die Linie, obwohl Fortunas Keeper auch da noch einmal seine Hände an das Leder brachte, aber das 3:1 (77.) nicht mehr verhindern konnte.

Danach war die Gästemoral "angeknackst", die auch durch die rote Karte (79.) für den bereits seit einer Viertelstunde ausgewechselten Lehniner Lars Simon (nach einer "verbalen Entgleisung") nicht mehr aufgebaut und zu Zählbarem umgemünzt werden konnte. Unschöne Begleiterscheinung der Partie waren einige grenzwertige verbale Attacken, die hier und da vor allem gegen Fortunas Spieler mit ausländischen Wurzeln gerichtet schienen. Die rote Karte durch Schieri Dr. Manfred Lang waren ein gutes Zeichen und die richtige Konsequenz.

Nach dem Spiel war zu konstatieren, Kloster Lehnin versprühte nicht den spielerischen Glanz eines Spitzenreiters und gewann durchaus etwas glücklich. Fortunas Zweite muss sich erneut eine klare Abschlussschwäche bescheinigen. lassen und bezahlte so Lehrgeld.