2.Männer

Das klar spielbestimmende Team verliert

Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - FSV Babelsberg 74 II 0:2 (0:0)

Das Fußball so richtig ungerecht sein kann, ist keine neue Erkenntnis und trotzdem sind Akteure und Zuschauer jedes Mal nach solchen Partien ungläubig erstaunt.

Wäre diese Begegnung Eiskunstlauf gewesen, so hätte Fortuna die weitaus höheren Noten für sich verbuchen dürfen, aber es war eben Fußball und da zählen nun einmal einzig und allein die Tore.

Nach kurzem abtasten übernahmen die Hausherren zunehmend das Spielgeschehen und drängten die Gäste in die Abwehr. Mit zum Teil sehenswertem Angriffsfußball und schönen Spielzügen ließen sie ein ums andere Mal die Defensive der 74-er schlecht aussehen. Einziges Manko das Fortuna-Spiels, die überwunden geglaubte Abschlussschwäche.

So traf Pascal Baneth nach 8 Minuten nur den Außenpfosten und in der 12.Minute schoss Maximilian Gräser, nach feinem Querpass von Oda A Abbas, aus 5 Metern ganz knapp am fast leeren Tor vorbei. 

Die Gäste beschränkten sich auf einzelne Konterversuche, der Druck der Hausherren war zu groß. Nach 20 Minuten dann ihr erster richtig gefährlicher Spielzug, aber Mario Schober im Fortuna Gehäuse blieb im eins gegen eins Sieger.

Die Stern-Kicker blieben unbeeindruckt und marschierten weiter, versiebten aber Chancen für mehrere Spiele bzw. das Glück war ihnen nicht hold. So wurde z.B. in der 35.Minute ein Kopfball von Rabia El-Youssef auf der Linie geklärt und 5 Minuten später lenkte Randy Rothmann mit den Fingerspitzen einen Knaller von Pascal Baneth gerade noch um den Pfosten.

Beide Teams gingen deshalb mit einem 0:0 zur Pause, dass eigentlich ein 3:1 oder 4:1 hätte sein müssen. So sahen es einheitlich die Anhänger beider Lager.

Würde sich dies, wie so oft im Fußball, für die Gastgeber rächen? Die Frage kann und muss mit einem klaren JA beantwortet werden.

Keine 3 Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, da kam der Ball nach einem an sich harmlosen Angriff mit einem Kopfball Ping-Pong der Abwehr plötzlich zu Nico Baumbach, der aus 8 Metern zum 0:1 (48.) "aus dem Nichts" vollendete. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. 

Fortuna agierte nun noch aufgestachelter; spielte zeitweise Einbahnstraßenfußball und drängte die Gäste in deren eigene Hälfte, aber die massive Abwehr und Torhüter Randy Rottmann vereitelten alle Versuche oder hatten das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. 

Die Spielunterbrechung durch die unglückliche Verletzungen des 74-ers Christoph Thurmann (60.) und später auch des Fortunen Alexander Galke (Beiden gute Besserung) störten wohl den Spielrhythmus der Gastgeber kurzzeitig, denn die Gäste fuhren unmittelbar danach den zweiten Konter in Hälfte zwei. Der Fernschuss aus 18 Metern landete an der Latte und den zurückspringenden Ball versenkte Steffen Zieschank per Kopf im Tor der Gastgeber zum 0:2 (62.).

Alles anrennen der Hausherren nutzte danach nichts mehr, der Defensive der Gäste um Torhüter Randy Rottmann war an diesem Tage nicht beizukommen. 

So verlor die im Abstiegskampf stehende Fortuna-Reserve trotz sehenswertem Spiel 3 wichtige Punkte an die nur wenige Kilometer weiter beheimatete Reserve der 74-er, die eine gnadenlose Effektivität im nutzen der vergleichsweise wenigen Chancen zeigte.