2.Männer

Diese Niederlage war definitiv ungerecht!

Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - Schönwalder SV 53 II 1:2 (1:1)

Fußball ist eine eigentlich eine einfache Sache, denn was ist schon gerecht oder ungerecht in einem Spiel, in dem nur die Tore zählen?

Die Schönwalder haben deren zwei erzielt, eins mehr als die Gastgeber und sind damit nach den Spielregeln der gerechte Sieger. Sie bekommen die 3 Punkte. Soweit zu den Fakten.

Fußball hat aber auch viel mit Emotion zu tun und da gab es mehr als genug in dieser Partie. Wer Zeuge des Spiels war, wird uneingeschränkt zustimmen, dass die Schönwalder Reserve das Glück für mehrere Spiele strapaziert hat.

Aber der Reihe nach. Die Gäste gingen auf Grund des Tabellenstandes als Favorit ins Spiel und haben mit David Schalow einen Torjäger in ihren Reihen, der allein mehr Tore auf seinem Konto hat, als das gesamte Fortuna-Team. Ein Fingerzeig wo die Probleme der Babelsberger liegen und das sollte sich in der Begegnung noch bitter für sie bewahrheiten.

Die Gastgeber zeigten sich nach den beiden Auftaktpleiten deutlich verbessert und spielten auf Augenhöhe mit der Schönwalder Reserve, bestimmten sogar ein wenig das Spiel. Das erste Tor erzielten allerdings die Gäste. In der 39.Minute war es Fatih Seyet Hatipoglu der zum 0:1 einnetzte.

Dies focht aber die Gastgeber nicht an und in der Nachspielzeit der 1.Halbzeit war es Torhüter Mario Schober, der einen Elfmeter zum verdienten 1:1 Pausenstand im Tor seines Schönwalder Kollegen versenkte.

In Hälfte zwei zunächst das gleiche Bild. Leichte Vorteile für die Hausherren, aber mit seinem 29 (!!) Saisontreffer brachte in der 58 Minute David Schalow die Schönwalder erneut in Front.

Was nun in den 30 Minuten bis zum Schußpfiff durch den gut leitenden Schiedsrichter Jörg Kapelle folgte, war ein regelrechtes Powerplay der Gastgeber, die diese Partie unbedingt gewinnen wollten und "Alles oder Nichts" spielten. Es gab nun Chancen fast im Minutentakt, aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Mehrfach stand das Torgebälk, Torhüter Carsten Westphal oder Abwehrspieler auf der Linie dem Torerfolg im Wege. Da war schon viel Pech im Spiel, aber auch in der einen oder anderen Szene Unvermögen der Stürmer.

Die Gäste, voll mit Abwehrarbeit beschäftigt, verbreiteten während dieser Zeit nur ein Mal mit einem Fernschuss Gefahr, den Fortunas Keeper aber entschärfte.

Trotz der Niederlage bekamen die Gastgeber von allen Seiten viel Lob für ihr engagiertes, leidenschaftliches Spiel und selbst die Schönwalder Verantwortlichen sprachen von einem "mehr als glücklichen Sieg und viel Dusel". Aber wie hieß es anfangs? ".......denn was ist schon gerecht oder ungerecht in einem Spiel, in dem nur die Tore zählen?"