2.Männer

"Galatag" gegen "gebrauchten Tag"

Kreisliga: Eintracht Glindow - Fortuna Babelsberg II 7:1 (3:0)

Es gibt so Tage, da sollte man lieber im Bett bleiben, werden sich Fortunas Spieler nach dieser Partie wohl gedacht haben.

Nach guten drei Spielen ohne Gegentor und mit dem Bewusstsein, in der vergangenen Saison zweimal gegen die Gastgeber siegreich gewesen zu sein, reisten die Babelsberger mit Respekt, aber durchaus selbstbewusst nach Glindow. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Hausherren erwischten einen "Galatag", an dem so ziemlich alles stimmte und passte, während bei den Gästen von Anfang an der Wurm drinn war.

Sie fanden keinen Zugriff auf das Spiel und das schnelle 1:0 (7.) durch Patrick Plohn, nach Freistoß von Daniel Koschinsky war die logische Folge.

Glindow dominierte und das 2:0 (13.) durch John Hermsdorf, der eine Flanke volley im kurzen Eck versenkte, drückte dies auch zahlenmäßig aus.

Die damit verbundene Verunsicherung in Fortunas Hintermannschaft zeigte sich in der 23. Minute, als Alex Lukas von einem Abspielfehler profitierte und zum 3:0 einschoss.

In dieser Phase musste um die Filmstädter gebangt werden. Aber da sie sich danach ein wenig fingen und die Glindower es etwas ruhiger angehen ließen, blieb es bis zum Pausenpfiff beim 3:0.

Gelegentlich gibt es nach einer sehr guten ersten Halbzeit einen Bruch nach dem Seitenwechsel. Wer aus Fortuna-Sicht aber darauf gehofft hatte, sah sich getäuscht, denn die Hausherren machten da weiter, wo sie in Hälfte eins aufgehört hatten. Mit permanentem Pressing erzwangen sie Fehler bei Fortunas-Reserve und bestraften diese gnadenlos.

In der 54. Minute traf Bryan Schauksdat nach Vorlage von Daniel Koschinsky zum 4:0 und nur fünf Minuten später gab es nach einem Foul am eingewechselten Philipp Pohl Elfmeter. Alex Lukas versenkte diesen sicher zum 5:0 (59.).

Fortuna brach aber, zu ihrem Glück, nicht ganz die Moral weg, denn die Hausherren spielten sich in einen regelrechten Rausch. Es klappte an diesem Tag so gut wie alles.

In der 62 Minuten ist es erneut Bryan Schauksdat der eine Flanke von Erick Brandt per Kopf zum 6:0 im Gästegehäuse unterbringen konnte. Die Babelsberger bemühten sich zwar weiterhin den Spielfluss der Glindower einzudämmen, aber es half in der 80.Minute nicht, als John Hermsdorf mit einem sehenswerten Solo das 7:0 (81.) erzielte.

Fortunas Kopfballehrentreffer durch Pascal Boss in der 89. Minute, nach einem Eckball, machte das Spiel und Ergebnis aus Sicht der Gäste letztendlich auch nicht wirklich besser.

Während Glindows Trainer Edgar Hecht begeistert vom besten Saisonspiel seines Teams sprach, waren Fortunas Kicker samt Trainer Daniel Friedrich erst einmal "völlig bedient".

Vielleicht tröstet ja die Meinung eines zuschauenden Fans: "Lieber 7 Stück in einem Spiel als 7 mal 0:1".