2.Männer

Knapper, verdienter und wichtiger Sieg im Ortsderby

Kreisliga: Potsdamer Kickers 94 II - Fortuna Babelsberg II  2:3 (2:1)

Es war ein Duell der sogenannten "Kellerkinder" und Tabellennachbarn. Demzufolge auch ein Spiel der Nerven, denn vor dieser Begegnung waren beide Teams noch nicht der Abstiegssorgen ledig. Der Sieger würde in diesem sogenannten "6-Punktespiel" einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt tun.

Beide Teams hatten im Vorfeld durch knappe Ergebnisse gezeigt, dass sie leistungsmäßig durchaus mit vielen anderen Mannschaften auf Augenhöhe sind. So ging auch dieses Spiel äußerst knapp aus. Allerdings war Fortuna von Beginn an das spielbestimmende Team und erarbeitete sich gute Chancen, schluderte aber damit, wie in so manch anderem vorhergegangenen Spiel. In der 11. Minute setzte Odaee A-Abbas zu einem 20-Meter-Sololauf durch die gesamte Kickers-Defensive an. scheiterte aber an Sterz im Tor, der auch kurz danach einen Kopfball von Ronny Panter parierte. Die Potsdamer Kickers machten es diesbezüglich besser und erzielten in der 26.Minute durch Sören Gläser, der aus 15 Metern einen Ball direkt nahm, die Führung. Zwölf Minuten später, als eine Ecke zu Ramiz Bajric abgewehrt wurde, flankte er und Justus Kautz schoss freistehend zum 1:1 Ausgleich ein. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff (43. Minute) hatten die Kickers ihre zweite Chance des Spiels und Felix Elsässer nutzte diese und ein Missverständnis in der Fortuna-Abwehr zur 2:1 Führung für die Gastgeber. Das entsprach nicht den Spielanteilen, wohl aber dem bekannten Chancennutzungsdefizit Fortunas. Eine Minute war noch in der 1.Halbzeit zu spielen, da gab es einen unrühmlichen Zwischenfall am Rande des Spielfeldes. Nach lauten Protesten wegen eines Freistosses wurden Fortuna-Zuschauer und einige Mannschaftsverantwortliche wegen der am Platz fehlenden Barriere durch Schiedsrichter Lang hinter den Spielfeldzaun des Kunstrasenplatzes geschickt. Wechselspieler Danilo Matthäs erhielt auf der Ersatzbank wegen lauten Reklamierens von (vermeintlich) strittigen Entscheidungen zunächst Gelb und nach Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte. Das einzelne „Sportfreunde“ unter den Fortuna-Anhängern danach die Stimmung noch „anheizten“, kann weder gut geheißen, noch toleriert werden. Gespielt wurde danach bis zum Pausenpfiff auch noch und fast mit diesem prüfte Kautz mit einem Distanzschuss noch einmal Kickers-Torhüter Sterz.

In Hälfte Zwei erhöhte Fortuna nochmals den Druck und in der 55.Minute gab es Elfmeter, als Lars Tuczek rückwärtslaufend und im Versuch per Kopf zu klären, einen Fortunen umstieß. Christopher Kautz ließ sich diese Chance zum 2:2 Ausgleich nicht entgehen. Nun wurde es ein Spiel auf des Messers Schneide. Fortuna drückte, die Kickers bekamen kaum noch gefährliche Konter zustande, trotzdem wussten Alle, das nächste Tor könnte über Sieg und Niederlage entscheiden. In der 80.Minute war es dann soweit. Andreas Lange schlug einen Freistoß scharf vor das Tor und die mitspringenden Stürmer brachten Abwehrspieler Willi-Peter Höhne damit so unter Druck, dass der Ball von seinem Kopf zum 2:3 in die eigenen Maschen ging. In der Nachspielzeit wäre fast noch der (unverdiente) Ausgleich gefallen, als Elsaßer, eine Kopfballverlängerung von Gersdorf aus Nahdistanz in die Arme von Mario Schober köpfte. Ein unbestritten verdienter Sieg Fortunas, auf Grund der größeren Spielanteile, der Chancenanzahl und des bissigeren Einsatzes. Die Mannschaft zeigte, im Gegensatz zu den Gastgebern, den unbedingten Siegeswillen. Fortuna machte damit einen wichtigen Schritt in Richtung sicheren Klassenerhalt. Für den Ortsnachbarn Kickers könnte es jetzt noch einmal eng werden.