2.Männer

Unnötige Niederlage

Kreisliga: Fortuna Babelsberg II - SV Dallgow 47  2:4 (1:0)

Die Voraussetzungen für einen Erfolg waren nicht gerade günstig vor diesem Spiel, denn es fehlten eine ganze Reihe von Stammkräften und auch an der Seitenlinie musste mit Jens Firchau (Danke dafür) der Trainer der Dritten die Geschicke bestimmen.

Dass Dallgow in schwarz/weiß und Fortuna notgedrungen in grün/weiß antrat (die Vereinsfarben waren praktisch getauscht) verwirrte zunächst auch einige Zuschauer, die glaubten, das frühe Tor wäre die Dallgower Führung. Die Spieler selbst schien der Farbtausch nicht zu stören, ganz im Gegenteil, denn wie die, durch Spieler der "Dritten" ergänzte Mannschaft eine Stunde lang auftrat, war erstaunlich. Selbstbewusst und mit mehr Zug zum Tor wurde der "Favorit" Dallgow immer wieder in Schwierigkeiten gebracht und bereits nach wenigen Minuten nutzte Andreas Kunick eine Verunsicherung in der Dallgower Abwehr, setzte sich schön halblinks durch und schoss überlegt zum 1:0 ein. Fortuna hatte mehr vom Spiel und eine Reihe weiterer Chancen, die aber entweder unglücklich "verstolpert" oder eine Beute des sehr guten Gästetorhüters wurden. Dallgow kam kaum zu nennenswerten Chancen, da die Fortuna-Abwehr sicher stand. Vorn aber "vergaß" man den Sack zuzubinden und so blieb es bis zum Pausenpfiff bei der knappen 1:0 Führung. Nach dem Seitenwechsel war zunächst Dallgow besser im Spiel und konnte nun ihrerseits erste Chancen verbuchen. Der 1:1 Ausgleich fiel aber, nach Ansicht der Spieler und aller Zuschauer (auch der Neutralen) aus klarer Abseitsposition. Als die Abwehr einen Ball nicht kompromisslos aus der Gefahrenzone bringen konnte und nach „Flipper Ping-Pong“ im Strafraum ein Schuss auf das Tor von Mario Schober kam, wehrte dieser zunächst ab, beim zweiten Versuch, als ein Dallgower halbrechts, (im vermeintlichen Abseits stehend) angespielt wurde, hoben alle (inklusive Torwart) die Hand, aber das aus 8 Metern und ohne Gegenwehr erzielte Tor, zählte. Nun war Fortuna wieder wach und spielte mit, vergab aber zunächst erneut hochkarätige Chancen. Nach rund einer Stunde Spielzeit kam der Ball zu Sebastian Höhlich, der lief einige Schritte am Strafraum entlang und als sich kein Abwehrspieler für ihn zuständig fühlte, zog er einfach ab und der Ball landete zur umjubelten 2:1 Führung im langen Eck. Nun schien die Mannschaft auf die Siegerstrasse eingebogen zu sein. War man sich zu sicher? War es fehlende Kondition, dass dieses Spiel durch 3 Gegentreffer in der letzten halben Stunde noch aus der Hand gegeben wurde? Erneut, wie schon so oft, waren es die kleinen individuellen Fehler, die Dallgow wieder ins Spiel und Fortuna um den Sieg brachten. Schade, denn das Team hatte die Überraschung in der Hand. Dass dann in der Schlussminute die Nerven (aus Enttäuschung) blank lagen, führte noch zu gelb/rot für Christoph Kautz und Rot für Christoph Röhl.