1.Männer

Ein wichtiger Auswärtspunkt

Landesklasse: Teltower FV 1913 - Fortuna Babelsberg 1:1 (0:1)

Derbys sind immer schwer zu spielen und haben ihre eigenen Gesetze und Geschichten. Bereits im Hinspiel tat sich unsere Elf sehr schwer, konnte man doch erst in der Schlussminute mit 2:1 gewinnen.

Nach den Spielen in Bornim und Seddin, war es nun das dritte Auswärtsderby in Folge und man kann es vorweg nehmen, ein ganz schweres Stück Arbeit. Trainer Sebastian Michalske änderte aus den verschiedensten Gründen erneut, auch stand nur ein enger Kader zur Verfügung, dies soll und darf aber nicht als Entschuldigung gelten.

Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern, die sehr kompakt auftraten und deren Spielplan auch schnell erkennbar war. Aus mehr oder weniger zwei starken Ketten war man bemüht das Fortuna-Spiel früh zu unterbinden und mit schnellen langen Bällen vorn für Gefahr zu sorgen. Dies gelang in den ersten zehn Minuten, dann wurden die Teltower Meter für Meter nach hinten gedrängt und es ergaben sich auch erste Möglichkeiten für unser Team durch Felix Thoss in der 14.Minute per Kopf und in der 20.Minute mit einem Flachschuss nach einer scharfen Eingabe, bei der er aber im Abseits gestanden haben soll.

In der 28.Minute dann die, zu diesem Zeitpunkt, verdiente Führung. Andreas Plaue wurde auf der rechten Seite in den freien Raum auf die Reise geschickt, Teltows Keeper zögerte einen Moment mit dem Rauslaufen, kam zu spät und holte Plaue im Strafraum von den Beinen, den noch freien Ball verwandelte Felix Thoss sicher. Eine sehr gute Entscheidung von Schiedsrichter Dirk Hannemann aus Leegebruch weiterspielen zu lassen. Allerdings war das Steckenlassen einer Karte war für die meisten Zuschauer nicht ganz verständlich. Wer nun glaubte das Spiel hätte eine Vorentscheidung erfahren, der irrte gewaltig. Die Gastgeber gaben nun ihre Defensivhaltung auf und hatten mehrere gute Möglichkeiten, die beste vielleicht Jonas Gabler, der in der 45.Minute den Ball aus zehn Metern über den Kasten setzte.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine und jedem war klar, wenn die Gäste das zweite Tor machen, ist alles klar. Spielerisch zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild, Fortuna versuchte den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten, manchmal auch einen Tick zulange, zumal der Ball auf dem optisch gut aussehenden, aber stumpfen Platz nicht richtig rollte und die Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt.

Mit dem Doppelwechsel in der 64.Minute setzte Teltows Coach Holger Wünsche neue Akzente nach vorn, auch weil Mirsad Stollaj gerade gegen Fortuna in den vergangenen Jahren oft getroffen hatte. Und so kam es fast (wie befürchtet), nur vier Minuten später erreichte Stollaj ein schlecht gespielter Ball aus der Abwehr, nach einer eigenen Ecke und aus 25 Metern zappelte der Ball im Netz.

Danach straffte sich Fortuna noch einmal, um das Spiel wieder an sich zu reißen. In der 79.Minute musste dann ein erneuter Rückschlag hingenommen werden. Robert Leiche kam im Mittelfeld einen Tick zu spät im Kampf um den Ball, das Spiel war minutenlang unterbrochen, mit der roten Karte war man plötzlich kurzzeitig in Unterzahl. Da die Teltower dreimal gewechselt hatten, mussten sie verletzungsbedingt die letzten Minuten ebenfalls zu zehnt spielen und verteidigten weiter geschickt das Unentschieden. Dennis Rach mit seiner Körpergröße war der Fels in der Abwehr, an im richteten sich seine Mitspieler auf.

Trotzdem hatten die Gäste Ihre Chancen. So traf Denny Schwabe aus wenigen Metern nur Torwart Kmetsch und der beste Spielzug der letzten Minuten erreichte Tim Wolter, dessen Flugkopfball nur um Zentimeter am Pfosten vorbei strich. Zählbares gab es bis zum Abpfiff aber nicht mehr. Der eine Punkt ist auf jeden Fall verdient, aber ein jeder hat auch gesehen, dass es noch ein harter Weg in den kommenden Spielen wird. Das Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle an die eigenen Grenzen gehen und auch mental bereit sind sich in den kommenden Partien dem Team unterzuordnen.

Am kommenden Donnerstag geht es nun zum Nachholspiel zum VfL Nauen, in den letzten Jahren ging es dort immer eng zu. Anstoß ist in Nauen um 18.30 Uhr.