1.Männer

Am Ende ein deutlicher Erfolg

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - Lindower SV Grün-Weiß 4:1 (1:1)

Mit dem Lindower SV kam ein absoluter Neuling zu uns an den Stern.

Die Grün-Weißen stiegen 2016 als Kreismeister in die Landesklasse auf und spielten in der vergangenen Saison in der Landesklasse Nord. Eins kann man schon vorwegnehmen, sie waren gern gesehene Gäste.

Trainer Sebastian Michalske hatte endlich wieder Alternativen auf der Bank, es spielte aber die gleiche Mannschaft wie am letzten Wochenende in Meyenburg, nur auf der Torwartposition wurde, wie abgesprochen, rotiert. Die Gäste überraschten von Beginn an mit einem offensiveren Spiel, im Gegensatz zu vielen anderen Teams standen sie sehr hoch. Dadurch konnte Fortuna aber auch Möglichkeiten herausspielen, da die Ballsicherheit nach dem Gegenpressing schnell ins Umkehrspiel investiert wurde. Statt den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten, ging es zügig Richtung Lindower Kasten.

So fiel auch die sehenswerte 1:0 Führung bereits nach zehn Minuten. Denny Schwabe lief allein aufs Tor zu, umspielte den Keeper und sah den frei mitlaufenden Armin Schmidt, der wenig Mühe hatte, den Ball über die Linie zu bringen. Wer dachte, dass es so weiter gehen würde, der irrte, denn fast im Gegenzug unterlief unserem Keeper Janek Leon Albrecht, der immer versucht mitzuspielen, ein Abspielfehler. Maximilian Haupt nutzte die Chance zum 1:1 Ausgleich.

Ähnlich wie beim Boxen, schüttelte sich unser Team kurz und dann lief weiter alles auf Angriff, wobei die Konter der Grün-Weißen auch immer wieder für Gefahr sorgten. Das Aufzählen der Möglichkeiten vor der Pause, beginnt in der 21. Minute als Georg Müller seine Chance nicht nutzen konnte, Florian Bitzka immer wieder mit Kopfbällen scheiterte, die zum Teil erst auf der Linie geklärt wurden.

Um den Vergleich zum Boxen nochmals zu benutzen, die Lindower waren froh in die Pause mit einem Unentschieden zu gehen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verletzte sich Tony Zimmermann (gute Besserung) ohne Einwirkung eines Gegenspielers, für ihn kam Dennis Weber ins Spiel.

Er war es dann auch, der in der 54.Minute unsere erneute Führung erzielte. Ein feiner Durchbruch von Tim Wolter auf der linken Seite, der Ball wurde zunächst noch abgewehrt, aber Weber fackelte nicht lange und traf aus 18 Metern. Im weiteren Verlauf wurde mit den Möglichkeiten teilweise nachlässig umgegangen und so lange es knapp stand, war immer noch eine Überraschung möglich. Die Kräfte auf Seiten der Gäste ließen aber mit zunehmender Spielzeit nach, immer wieder wurde nun die Gästeabwehr über die Außenbahnen ausgehebelt und in der 81.Minute war es dann erneut Armin Schmidt, der mit dem 3:1 das Spiel endgültig entschied.

Eine Minute vor dem Abpfiff marschierte Justus Kautz in den Strafraum und war nur per Foul zu stoppen, den fälligen Elfmeter verwandelte Florian Bitzka zum 4:1 Endstand. Gästekeeper Dominic Rauch war noch mit den Fingerspitzen dran, konnte aber den Treffer nicht verhindern.

Lindows Coach Sebastian Stendel haderte nach der Partie ein wenig mit Schiedsrichter Michael Mette, auf Grund des Verhältnisses der gelben Karten (1:5). Das Schiedsrichterkollektiv leitete das faire Spiel aber unauffällig und sehr gut.

Unterm Strich bleibt im Gedächtnis, das es wieder eine geschlossene Mannschaftsleitung war. Im Gegensatz zur Vorwoche waren aber immer wieder Konzentrationsschwächen zu erkennen, die gilt es in den letzten beiden Spielen zu minimieren um weiter den Druck auf den Spitzenreiter Lok Potsdam hoch zu halten.

Am kommenden Samstag gibt es wieder einen unbekannten Gegner, es geht zum Neuling nach Kyritz, während es dann eine Woche später zum Ende des Jahres 2017 das Spitzenspiel zu Hause gegen Grün-Weiß Golm gibt.