1.Männer

Der Pott steht für ein Jahr "Am Stern"

Kreispokalfinale Havelland: RSV Eintracht 1949 II - Fortuna Babelsberg 0:4 (0:2)

Rund 270 Zuschauer fanden den Weg nach Golm zum Pokalfinale, dem traditionellen Saisonabschluss des Fußballkreises Havelland, darunter auch viele Fortuna Anhänger, Danke für die Unterstützung über das gesamte Spieljahr.

Der Rahmen mit auch sehr guten Fußballwetter war gesteckt, Schiedsrichter Jens Granat pfiff die Partie Zweiter der Kreisoberliga gegen Zweiter der Landesklasse pünktlich an, die Favoritenrolle war vor dem Spiel eindeutig vergeben. Unser Trainer Sebastian Michalske musste nicht groß umstellen, Tony Zimmermann fehlte aus familiären Gründen, die Torwartposition nahm Rene Oschmann ein, der auch in den Runden davor im Kasten stand.

Es war bereits bei den ersten Ballkontakten ersichtlich, die ganze Mannschaft war hochkonzentriert, ihr ist es gelungen die Spannung hochzuhalten. Mit dem frühen Pressing wurden die RSV Akteure unter Druck gesetzt, zu Fehlern gezwungen, die immer wieder zum eigenen Spielaufbau genutzt wurden. Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die RSV Hälfte, auch wenn diese mitspielen wollten und versuchten mit Kontern sich zu befreien.

Nach einer Viertelstunde dann der Führungstreffer durch Dennis Weber, der eiskalt in die kurze Ecke seine Möglichkeit nutzte und somit auch für noch mehr spielerische Sicherheit sorgte. Er hatte auch die nächste klare Chance, wieder drang er über die rechte Seite in den Strafraum, sein Flachschuss zischte in der 29.Minute an der langen Ecke vorbei. Besser machte er es dann, als auffälligster Akteur in der ersten Hälfte, fast eine ähnliche Situation, diesmal schlug der Ball hinten ein, mit dem 2:0 ging es dann in die Pause, das Spiel schien zumindest vorentschieden.

In den Pausengesprächen wurde von allen Seiten diskutiert, das die Männer aus der Zillestrasse nur noch eine Chance haben, wenn ihnen relativ schnell der Anschlusstreffer gelingt. Unsere Mannschaft stellte sich tiefer und wartete auf die sich bietenden Möglichkeiten. Hinten wurde intensiv gearbeitet und kamen die Bälle doch mal Richtung Tor, war Rene Oschmann ein ganz sicherer Rückhalt.

Bei einigen knappen Schiedsrichterentscheidungen hatten wir auch das nötige Quentchen Fortun, Philipp Wallmeiers Solo in der 68.Minute zurückgepfiffen wegen Abseits, der Knaller von Christian Schulz in der 82.Minute wurde vom Lattenkreuz aufgehalten.

Das wäre aber nur noch Kosmetik gewesen, denn in der 78.Minute machte Stephan Tauscher bereits den Sack zu, ein sehenswerter Treffer, von links kommend, zog er in die Mitte und knallte den Ball aus 20 Metern in die Maschen. Das Spiel trudelte nun aus, die gelb/rote Karte von Justus Kautz, ohne Folgen, änderte nichts mehr, ganz im Gegenteil Daniel Ziemann beendete nicht nur das Finale, sondern auch das Spieljahr 2016/17 mit dem 4:0 in der Schlussminute.

Nach einer ausgiebigen Jubelphase, den Dank der Spieler an die mitgereisten Fans, nahm Kapitän Denny Schwabe den Wanderpokal in Empfang, der Nachfolger von Eintracht Glindow heißt Fortuna Babelsberg!

Trainer Sebastian Michalske zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung der gesamten Mannschaft, sie hat gerade in den letzten Wochen nochmals richtig mitgezogen, so dass der Worte der MAZ nicht allzu viel dazu zufügen ist, es war kein spannendes, aber ein würdiges Finale. Daran hatten alle ihren Anteil. die Organisatoren in Golm, ein sicher amtierendes Schiedsrichterquartett und auch der Vizekreismeister, der RSV Eintracht 1949 II, deren Trainer Michael Pagels, die verdiente Niederlage ohne Wenn und Aber anerkannte, aber auch sagte, fast 100 Vereine wären heute auch gern hier gewesen.

Jetzt beginnt eine kurze Sommerpause, am 18.Juli beginnt dann das erste Training. Es sind fünf Testspiele geplant, alles Heimpartien gegen Turbine Potsdam, die beiden Nachbarn aus Babelsberg dem FSV 74 und dem SV 03 II, gegen den Werderaner FC und Eintracht Miersdorf/Zeuthen. Am 12.August steigt dann die erste Runde im Landespokal, vielleicht haben wir bei der Auslosung auch ein wenig Glück mit einem attraktiven Los.