1.Männer

Zweistellig lag im Bereich des Möglichen

Landesklasse: SV Rhinow/Großderschau - Fortuna Babelsberg 1:6 (1:2)

Eine undankbare Aufgabe ist es immer, gegen einen fast feststehenden Absteiger anzutreten, zumal Trainer Sebastian Michalske u.a. auf Tim Wolter und Robert Flügel auf Grund von Gelbsperren verzichten musste und Keeper Erik Firchau aus familiären Gründen fehlte.

Einige Spieler waren angeschlagen und haben sich durchgebissen, dazu vorab erst einmal ein Lob. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Fast mit dem ersten Angriff netzte Dennis Weber aus acht Metern flach unten rechts zum 1:0 (3.) ein.

Eine Führung die durch einen Lapsus nach sieben Minuten von Rene Oschmann durch Steffen Dalmann fast postwendend egalisiert werden konnte. Das gab für einige Minuten Unruhe und einige Wackler in der Abwehr, eine echte Gefahr bestand aber nicht.

Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die Rhinower Hälfte, mehrere gute Möglichkeiten wurden liegen gelassen und Ahmed Alzekrat fehlte einfach das Quäntchen Glück für einen Torerfolg. Dennis Weber schloss eine gute Aktion mit einem satten Schuss über die Querlatte ab. Rhinows Keeper Moris Adler wurde gut beschäftigt und auch warm geschossen, bei dem Solo von Denny Schwabe zum 2:0 (28.) war er aber auch machtlos. Fünf Minuten später eine ähnliche Situation, diesmal konnte Rhinows Keeper glänzend reagieren. Diese Führung verlieh immer mehr Sicherheit, auch waren fast alle Angriffe gefährlich, da jeder Spieler im 1:1 seinem Gegenspieler zumindest von der Schnelligkeit überlegen war.

Nach der Pause war am langen Pfosten gleich in der 46.Minute endlich auch Adam Atourowa mal erfolgreich, seinen Kopfball aus drei Metern sprang vom Torwart in den Kasten, es war sein erstes Pflichtspieltor im Männerbereich. Danach ging es immer weiter in eine Richtung, in die des Rhinower Tores. Jeder Schuss kann kein Treffer werden, auch ist es sehr schwer gegen einen unterlegenen Gegner sich immer wieder zu straffen und die Motivation hochzuhalten, aber das Manko der letzten Wochen, in der Chancenverwertung kam einmal mehr deutlich zu Tage.

Energisch setzte sich in der 72.Minute Justus Kautz im Strafraum durch, sein Knaller aus zehn Metern halbrechts, schlug unter der Latte ein. Der eingewechselte Oldie Sebastian Höhlich, zeigte in der 86.Minute seinen jüngeren Mitspielern, wie man effektiv Chancen nutzt und das halbe Dutzend machte in der Schlussminute Patrick Wolff voll. Dieses Tor war in dieser Saison das 100.Gegentor für die Rhinower und macht ihm selbst noch Lust auf eine neue kommende Saison.

Die Gastgeber hatten in einem offenen Spiel auch noch Möglichkeiten, auf einen zweiten Torerfolg, aber ebenso hätte das Ergebnis zweistellig werden können. Für die Rhinower, geht eine Ära in der Landesklasse zu Ende, wohlwollend ist ihre ehrliche Selbsteinschätzung, das das derzeitige spielerische Vermögen, vermutlich nicht für die Kreisoberliga ausreicht und man so für die Kreisliga melden wird, für einen eventuellen, beantragten, Wechsel in den Fußballkreis Havelland, wünschen wir ihnen viel Erfolg.

Für unsere Mannschaft steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen den TSV Treuenbrietzen auf dem Plan. Der undankbare zweite Platz, sollte aber untermauert werden und mit einer guten Leistung schon jetzt Lust auf die neue Saison gemacht werden, bevor am Kindertag das Pokalhalbfinale gegen unsere zweite Mannschaft stattfindet.