1.Männer

Leider kein Aprilscherz

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - FSV Veritas Wittenberge/Breese 0:3 (0:1)

Entgegen der erwarteten Entspannung der personellen Situation, hatte Trainer Sebastian Michalske keine großen Alternativen beim Bekanntgeben seiner Aufstellung für das wichtige Spiel gegen den Tabellensechsten aus Wittenberge/Breese.

Das soll aber von vornherein nicht als Entschuldigung gelten, für das was danach auf dem sehr gut bespielbaren, gepflegten Rasenplatz abgeliefert wurde. Bereits mit den ersten Ballkontakten war ersichtlich, dass wenig Bewegung auf beiden Seiten war. Das Spiel, wenn man es überhaupt so nennen darf, fand mehr oder weniger im Mittelfeld statt, ohne größere Ideen.

In der 5.Minute hatte der gefühlt fast 2 Meter große Sebastian Metschulat eine Kopfballmöglichkeit, die aber unseren Kasten verfehlte. Nach 21 Minuten dann die Wittenberger Führung durch Hans Michael Haase, der auf der linken Seite relativ unbedrängt durchlaufen konnte. Den Zweikampf mit Patrick Wolff entschied er mit einem kurzen Haken und knallte den Ball aus acht Metern zum 0:1 in die kurze Ecke.

Unmittelbar davor musste Daniel Ziemann angeschlagen nach einem „Pferdekuss“ das Feld verlassen, der junge Simav Mahmo nahm seinen Platz ein. Am Spielverlauf änderte allerdings auch das Tor nichts.

Die letzten 5 Minuten vor der Pause waren die Fortunen etwas am Drücker, meist über die rechte Seite mit Stephan Tauscher, Zählbares sprang aber nicht heraus, auch keine klaren Möglichkeiten.

Nach der Pause traten die Gastgeber engagierter auf, Trainer Sebastian Michalske, bedient von der ersten Hälfte, verzichtete auf eine Halbzeitpredigt. Trotzdem fehlten auch jetzt zündende Ideen, der letzte Pass fand einfach nicht den Mitspieler. Viele Bälle sprangen vom Fuß, so dass viele Zufälligkeiten entstanden, es teilweise wie beim Flippern war, ein Ausgleich lag einfach nicht im Bereich des Möglichen.

Ganz im Gegenteil, an einem solchen Tag geht dann auch alles daneben. Nach 63 Minuten gab es einen Freistoß von halblinks aus 30 Metern in den Strafraum, Freund und Feind verpassen ihn und der Ball schlug in der langen Ecke am Innenpfosten ein, der zweite richtige Torschuss und wieder war er drinn. Mit dieser sicheren 0:2 Führung spielten die Gäste ihren Part runter, sie standen hinten sehr sicher, bezeichnend das Torwart Martin Marx wenig beschäftigt werden konnte. Wenn dann mal ein Durchbruch gelang, waren die Eingaben und Flanken von keinem Spieler verwertbar.

Dirk Hannemann aus Leegebruch lieferte eine souveräne Schiedsrichterleistung und kam mit einer gelben Karte aus, das kann aber auch im Umkehrschluss heißen, das wir einfach nicht ins Spiel und in die Zweikämpfe gekommen sind. Zu loben aber, das sich alle bis zum Abpfiff engagierten um das Unmögliche noch möglich zu machen, es sollte einfach nicht sein. Dem Zuschauerkommentar "heute kann man noch Stunden spielen, es gelingt nichts"., ist auch nichts weiter hinzuzufügen.

Das 0:3 in der Nachspielzeit (90.+2) durch Benjamin Cudjoe passte dann noch zum ganzen Spiel. Es wird immer wieder solche Spiele geben, wichtig ist wie man dies vor allem mental verarbeitet und danach wieder aufsteht.

Der Zug nach vorn, Richtung Wittstock, ist erst einmal abgefahren. Nun heißt es bereits am Freitagabend sich um 18.15 Uhr zu rehabilitieren. Mit den Potsdamer Kickers kommt eine der Überraschungsmannschaften der Saison zu uns, ein Stadtderby mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen, denn die Kickers besiegten Lok Potsdam mit 2:1 und werden mit breiter Brust auflaufen.