1.Männer

Geduldsspiel belohnt

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - VfL Nauen 2:1 (1:0)

Mit dem VfL Nauen gab am Samstagnachmittag, bei teilweise stürmischen Wetter, eine Mannschaft seine Visitenkarte "Am Stern" ab, die in den letzten Wochen mit drei Siegen in Folge aufhorchen ließ. In diesen Duellen gab es immer wieder lang umkämpfte Spiele und auch Kuriositäten. So sollte es auch diesmal wieder kommen. Mit der bisherigen guten Rückrunde hatten sie viel Selbstvertrauen, das aber mit dem Anpfiff vom Winde verweht war.

Gegenüber dem Bornim-Spiel musste Trainer Sebastian Michalske wieder umstellen, Stephan Tauscher pausierte die Woche krankheitsbedingt und nahm auf er Bank Platz, Tony Zimmermann verletzte sich in Beelitz. So rückten Justus Kautz und Miralem Hadzic in die Startelf, in der ersten Hälfte hatten wir den Wind im Rücken, gespielt wurde auf dem Kunstrasen, da die Stadt Potsdam, als Eigentümer, am Freitagmittag wegen Unebenheiten den Rasenplatz überraschend für alle gesperrt hatte.

Die Nauener Gäste wurden sofort in die eigene Hälfte gedrängt, mehrere gute Bälle bekamen durch den Wind einen eingenen Drall und waren schwer unter Kontrolle zu bekommen. Die erste gefährliche Standardsituation, einen Freistoß halbrechts aus gut 20 Metern nutzte Robert Leiche zur verdienten Führung, die Justus Kautz mit einem Lattenknaller zwei Minuten danach beinahe ausgebaut hätte.

Mehrere Reklamationen seitens der Nauener Bank wegen dem Wind (nicht Sturm) und dem daraus nicht immer sofort ruhenden Bällen, veranlassten Schiedsricher Marc Kreissl aus Ziesar, das Spiel für eine Viertelstunde zu unterbrechen. Ein Spielabbruch stand zur Diskussion, zum Glück aller Spieler und auch Zuschauer zog 15 Minuten später wieder Vernunft ein, das Spiel wurde fortgesetzt., im Buch der Spiele gegen den VfL Nauen wurde eine neue unvorstellbare Episode geschrieben.

Danach wurde der Spielfaden nicht richtig wieder gefunden, es bestanden mehrere gute Möglichkeiten zum 2:0, wo aber der finale Pass nicht kam oder aber auch ein Abwehrbein im Wege stand, aber auch Fehler gemacht wurden, indem zu viel hohe lange Bälle gespielt wurden. Der Halbzeitstand war hochverdient, eine Offensive der Gäste fand bis dahin nicht statt.

Nach dem Wechsel wurde es gegen den Wind einfacher, da wir versuchten den Ball flach zu halten, die hohen Bälle der Nauener bis auf eine Ausnahme eine sichere Beute unserer Abwehr wurde. Diese eine Ausnahme stellte den Spielverlauf nach 54 Minuten auf den Kopf, bei einem langen Ball in den Strafraum, war Marcel Kuzdak einen Schritt schneller und verwandelte unhaltbar aus 8 Metern direkt, mit dem 1:1 begann die Partie von vorn.

Dies stachelte unsere Mannschaft an und der Rest der Spielzeit wurde dominierend gestaltet, mit der nötigen Ruhe, um auf die eine Möglichkeit zu warten. Nach 65 Minuten kamen Ahmed Alzekrat und Stephan Tauscher ins Spiel und belebten die Offensivaktionen nochmals. Analog zur ersten Hälfte fehlte die Abgeklärtheit bei der letzten Aktion, bis zum Sechszehner wurde der Ball gut gespielt, aber langsam lief die Zeit weg. In der 81. Minute war es endlich soweit, der Ball pfiff mehrmals durch den Strafraum, wurde immer wieder abgewehrt und die Wichtigkeit der sogenannten zweiten Bälle unterstrich Robert Flügel aus 16 Metern, der die Lücke sah und den wichtigen Treffer mit Auge erzielte. Es boten sich weitere Möglichkeiten zur Entscheidung, nach hinten wurde gut gearbeitet um vor allem die ruhenden Bälle von Nauens Routinier Jan Schönnebeck zu entschärfen, der immer wieder versuchte seine Mitspieler in Szene zu setzen.

Unterm Strich bleibt wieder eine kompakte Mannschaftsleistung, in einem und das muss unbedingt mal betont werden, fairen Spiel gegen eine sehr junge VfL Elf. Schiedsrichter Marc Kreissl machte seine Sache sehr gut, sieht man von der unnötigen Unterbrechung ab, die nur Unruhe erzeugte. Am kommenden Samstag geht dann zum Tabellendritten Union Neuruppin im Verfolgerduell, über die Bedeutung des Spiels sagt die Tabelle aktuell alles aus