1.Männer

Trotz zweimaligem Rückstand Spiel gedreht

Landesklasse: ESV Lok Seddin - Fortuna Babelsberg 2:3 (2:1)

Rund 80 Zuschauer sahen bei zunehmend regnerischem Wetter eine spannende Partie.

Die Seddiner hätten mit einem Dreier einen Tabellenmittelfeldplatz im Visier, die Babelsberger wollten mit einem Sieg noch näher an die Spitzenposition heranrücken. Dementsprechend war von Beginn an auch die kämpferische Note mit in der Partie.

Einige Akteure hatte wohl auch nicht mit der aufkommenden Nässe gerechnet und das falsche Schuhwerk gewählt. So misslangen gelegentlich gute Spielzüge bzw. entstanden einige Male gefährliche Situationen auf Grund der fehlenden Standfestigkeit. Das optische Bild war das übliche bei Begegnungen mit Fortuna-Beteiligung. Sie versuchten mit Kurzpasspiel die gut stehende Abwehr der Hausherren zu knacken, während diese ihre Taktik auf überfallartige Konter ausgerichtet hatten. Diese ging in der 12.Minute auf, als der quicklebendige Philipp Krugel, nach einem weiten Pass über die aufgerückte Fortuna Abwehr, auf der linken Seiten enteilte und mit seinem Schuss ins lange Eck das 1:0 erzielte.

Das Spiel der Gastgeber schien auf ihn ausgerichtet, denn fast alle Konterversuche liefen über die linke Angriffsseite und Fortuna bekam ihn in Hälfte eins nicht wirklich in den Griff. Auch taten sich die Gäste mit der massiv und relativ sicher stehenden Abwehr schwer, erzielten trotz höherem Ballbesitzanteil zunächst nur wenige Chancen.

Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff belohnte Denny Schwabe seine Farben aber verdientermaßen mit dem 1:1 (40.), als er den Ball aus 10 Metern im Tor versenkte. Doch nur zwei Minuten später war es erneut der nicht zu stellende Philipp Krugel, der einige Minuten vorher eine ähnliche Chance wie beim 1:0 noch vergeben hatte, der die nach dem gleichen Strickmuster herausgespielte Chance, erneut über links, zur 2:1 Pausenführung nutzte, als er den Ball dieses Mal nicht flach, sondern per Bogenlampe aus halblinker Position im langen Eck versenkte. Ein attraktiver Treffer.

In der Pause gab wohl Fortunas Trainer Michalske die richtigen Anweisungen, denn die Babelsberger präsentierten sich in Hälfte zwei, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, deutlich besser. Noch keine zwei Minuten waren gespielt, da drückte Robert Leiche nach einer Ecke von links, den Ball "mit dem vollen Umfang" hinter die Linie wie das Schierigespann entschied. Die Gastgeber sahen dies verständlicherweise anders, aber es stand 2:2 (47.).

Dies gab den Gästen weiter Auftrieb, während die Hausherren nun ihrem intensiven Laufspiel sowie dem zunehmenden Angriffsdruck etwas Tribut zollen mussten. Es gab kaum noch gefährliche Konter und Fortuna erspielte sich einige Hochkaräter. In der 77.Minute war es dann soweit, als erneut Robert Leiche mit dem 2:3 seine Farben erstmals in Führung brachte.

Seddin setzte nun alles auf eine Karte und wurde offensiv wieder stärker, die Babelsberger verteidigten den Vorsprung und fuhren nun ihrerseits gefährliche Konter. Zählbares brachten aber beide Seiten bis zum Schlusspfiff nicht mehr zustande und so holte sich Fortuna einen am Ende nicht unverdienten, aber schwer erkämpften Auswärtssieg bei starken Seddinern.

Die Gäste haben nun, wie auch in den vergangenen Spielzeiten , nach einem Stolperstart wieder einen Lauf mit fünf gewonnen Spielen in Folge. Die Gastgeber boten, vor allem in der ersten Halbzeit, eine gute Leistung und dürften für die kommenden Spiele darauf aufbauen können.