1.Männer

Fortuna kommt zunehmend in Schwung

Landesklasse: SG Lok Brandenburg - Fortuna Babelsberg 1:2 (1:1)

Die Bäume und Sträucher zeigten am letzten Oktober-Spieltag der Landesklasse bunte Herbstfarben und die Schiedsrichter ließen sich in einer Reihe von Spielen auf den Plätzen des Landes wohl davon inspirieren. Sie zeigten reichlich Gelb, Gelb/Rot und Rot.

Auch in dieser Partie ging es diesbezüglich farbig zu. Neben dem dominierenden Gelb, von dem sich die gastgebenden Brandenburger mit 6:2 den Löwenanteil sicherten, gab es für sie auch noch einen Platzverweis mit Gelb/Rot.

Wäre es Saisonbeginn so hätte man diese Partie sicher als Spitzenbegegnung bezeichnet, gehörten doch beide Teams zu den vermeintlichen Staffelfavoriten. Aktuell war es aber eher eine Begegnung der bisher (ein wenig) "Enttäuschten". Aber gerade daraus ergab sich die besondere Spannung, denn der Sieger würde weiter vorn mit dabei sein, der Verlierer ins Mittelfeld abrutschen. Fortuna hatte nach dem Schlusspfiff das bessere Ende für sich und steht nun, allerdings mit einem Spiel mehr, auf Tabellenplatz 3, könnte aber am Montag von Wittstock noch auf Platz 4 verdrängt werden. Nach dem Stotterstart zu Beginn der Saison läuft es bei den Babelsbergern zunehmend rund. Bis auf die Niederlage in Wittenberge blieben sie in den letzten sieben Spielen ungeschlagen. Die Brandenburger verzeichnen nach dieser Begegnung einen konträren Trend, mit einer Niederlagenserie in den letzten drei Begegnungen.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt fanden gut ins Spiel und gingen bereits nach 14 Minuten durch den Treffer von Tim Wolter, der einen Ball volley aus 20 Metern einhämmerte, mit 0:1 in Führung. Weitere Chancen ließen die optisch überlegenen Gäste aber liegen und so hielt die Führung nur bis sechs Minuten vor dem Pausenpfiff, dann schlossen auch die Gastgeber durch Julian Schwandt per Kopfball einen Freistoß mit dem 1:1 (39.) erfolgreich ab. Durch den Ausgleich war das Spiel kurz vor dem Pausentee wieder auf Anfang gestellt.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Filmstädter einen Start nach Maß, wenn auch ein wenig glücklich. Noch keine zwei Umdrehungen hatte der Sekundenzeiger auf der Uhr zurückgelegt, da schlug es im Gehäuse von Alexander Ziem zum 1:2 (47.) ein. Absender des abgefälschten Geschosses war Dennis Weber.

Da es weiterhin bei diesem knappen Spielstand blieb, wurde das Spiel immer umkämpfter. Schiedsrichter Michael Path, der eine excellente Vorstellung bot, griff nun immer öfter zum Karton um die körperbetonter werdende Partie, vor allem auf Seiten der Hausherren, im fairen Rahmen zu halten. In der 88.Minute war es dann des Guten zu viel, er zeigte Steven Breuer nach Foulspiel Gelb/Rot, da dieser bereits 13 Minuten zuvor durch Unsportlichkeit die gelbe Karte kassiert hatte.

Fortuna ließ sich den verdienten Sieg und die 3 Punkte nun nicht mehr nehmen und gelangt damit in der Tabelle langsam in Schlagdistanz zum Spitzenreiter Meyenburg. Die Brandenbuger Lok rutscht mit Platz 12 hingegen an das Ende des Mittelfeldes.