1.Männer

Knapper, aber verdienter Sieg

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - ESV Lokomotive Potsdam 1:0 (1:0)

Das zweite Derby innerhalb einer Woche übte, nach dem Fehlstart gegen den Teltower FV, schon etwas Druck auf die Gastgeber aus.

Doch bevor der Anpfiff erfolgte, konnten sich die Hausherren über einen 500 Euro-Scheck erfreuen, den FLB-Präsidiumsmitglied Hartmut Lenski für die erfolgreichen Aktivitäten des Vereins im Rahmen der Aktion "Ein 1:0 für ein Willkommen" überreichte.

Die Gäste von der Glienicker Brücke hatten aber nicht die Absicht Blumen im Spiel zu überreichen. Ganz im Gegenteil, nach 4 Minuten tauchte Adrian Blei völlig frei vor Torhüter Fabian Weiß auf, aber statt quer auf den völlig freien Mitspieler abzulegen, versuchte er es selbst und verschenkte diese Riesenmöglichkeit, der Ball ging über den Querbalken.

Dies weckte die Lebensgeister der Hausherren, die das Spielgeschehen zunehmend bestimmten. Scheiterten sie in der 10.Minute noch in einer Art Scheibenschießen vor den Lok-Tor, nutzten sie durch Tony Zimmermann in der 13.Minute die Elfmeterchance zum 1:0, nachdem Odaee A Abbas klar im Strafraum gefoult worden war.

Auch danach erspielten sich die Babelsberger zahlreiche Hochkaräter. So scheiterten Denny Schwabe (17.) und Odaee A Abbas (23.) aus spitzem Winkel denkbar knapp an Außenpfosten und -netz, Tony Zimmermann im Eins gegen Eins an Torhüter Rico Napiyalla (29.), Tony Zimmermann/Justus Kautz im Direktabnahmezusammenspiel (33.) und Robert Flügel mit einem 25 Meter Freistoß am Innenpfosten. Eine klare Fortuna-Führung zur Halbzeitpause wäre mehr als verdient gewesen, so aber wechselten beide Teams die Seiten mit dem knappen 1:0.

Nach dem Wechsel hatte erneut Lok den besseren Start, aber Clemens Matei scheitert im Eins gegen Eins an Torhüter Fabian Weiß (47.), nur 5 Minuten später stand ihm sein Gegenüber Rico Napiyalla in nichts nach, als er eine 18 Meter-Rakete von Odaee A Abbas mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten lenken konnte. Ebenso parierte er in der 61.Minute einen Volleyschuss aus 8 Metern von Denny Schwabe gedankenschnell. Im direkten Gegenzug verfehlte Clemens Mantei das Fortuna-Gehäuse nur ganz knapp. Gleiches in der 71.Minute, als ein Geschoss von Robert Flügel um Zentimeter am Dreiangel vorbei ging und faktisch in der gleichen Minute Fabian Weiß mit einer Parade Fortuna auf Siegkurs hielt. In der 75.Minute war es erneut Rico Napiyalla der den Schuss von Denny Schwabe aus dem Eck kratzte.

Danach spielte Lok " Alles oder Nichts", machte immer mehr Druck und Fortuna zog sich zurück, verteidigte die knappe Führung und setzte auf Konter, verlor aber insgesamt etwas an Linie. Zu dieser Zeit hätte durchaus auch der Ausgleich fallen können, fiel aber nicht. Im Gegenteil, in der 88.Minute hatte Fortuna noch eine Riesenchance, als Mike Weißfuß für seinen bereits geschlagenen Keeper zwei Schüssen aus Nahdistanz zuerst mit dem Fuß und dann mit dem Kopf den Weg über die Linie verbaute. So blieb es in einem Spiel, das Fortuna zurecht als Sieger sah, beim knappen 1:0.

Beide Trainer befanden nach dem Spiel , dass es genauso gut 5:3 hätte enden können.