1.Männer

Den Frust von der Seele geschossen

Landesklasse: SV Rhinow/Grossderschau - Fortuna Babelsberg 1:6 (1:3)

Das 1:1 am letzten Wochenende, gegen die fast eine Stunde in Unterzahl spielenden Gülitzer, lag den Babelsbergern noch schwer im Magen.

So reisten sie mit dem Willen an, endlich ihre wochenlangen Ladehemmungen in der Offensive zu überwinden. Und dies gelang eindrucksvoll. Auch wenn einschränkend festgestellt werden muss, dass die spielerischen Mittel der Gastgeber limitiert waren.

Fortuna begann konzentriert und schwungvoll, erspielte sich erste Möglichkeiten. Bereits in der 11.Minute nutzte Daniel Ziemann eine Eingabe von Dennis Weber, der bis zur Grundlinie durchmarschierte und den Ball auf den Torschützen zurückspielte, zum 0:1.

Danach ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen. So kamen die Hausherren zu zwei Möglichkeiten durch Steffen Dammann, die aber nichts zählbares brachten.

Die Babelsberger merkten nun wohl, dass sie mit angezogener Handbremse nicht weiter kämen und zogen nach "10 ruhigen Minuten" das Tempo erfolgreich wieder an. Yilli Imerie setzte sich rechts durch und seine genaue Eingabe verwertete Tony Zimmermann in der 26.Minute zum 0:2.

Als in der 41.Minute Robert Jenner mit einer Direktabnahme eine Kombination Yilli Imerie/Patrick Wolff zum 0:3 abschloss, schien die Vorentscheidung gefallen.

Die abstiegsbedrohten Gastgeber gaben sich aber noch nicht geschlagen, Nick Schulz verlängerte einen Freistoß von Tobias Fleischhauer per Kopf zum 1:3 (43.) und schürte damit wieder die Hoffnung der Hausherren beim Gang in die Halbzeitpause.

Das Fünkchen erlosch aber schnell in Hälfte zwei, denn der spielerische Unterschied zwischen beiden Mannschaften war zu deutlich und als Yilli Imerie in der 65. Minute auf 1:4 erhöhte, war dies mehr als verdient.

Mit seinen beiden Treffern in der 72. und 76. Minute zum 1:5 bzw. 1:6 brachte Dennis Weber die Überlegenheit der Babelsberger auch zahlenmäßig zum Ausdruck.

Der Klassenerhalt für die Gastgeber wird in dieser Form sicher schwierig werden.

Für Fortunas Offensivkräfte sind die 6 Tore der erhoffte Balsam auf die "Offensivladehemmungswunde".