1.Männer

Zu Zehnt noch zum Ausgleich

Landesklasse: TSV Treuenbrietzen - Fortuna Babelsberg 2:2 (0:1)

Mit der Begegnung gegen den Spitzenreiter Fortuna Babelsberg stand den Kickern des TSV Treuenbrietzen eine schwere Aufgabe in ihrem dritten Heimspiel bevor. Da aber die Filmstädter in den Auftaktspielen mit "kleinen Wacklern" bisher noch nicht die Konstanz, wie in der vergangenen Rückrunde (12 Siege in Folge) zeigten, bestand für die Gastgeber durchaus Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden.

Fortuna begann die Partie allerdings konzentriert und bald schon waren die Konzepte der beiden Kontrahenten klar erkennbar. Während die Gäste versuchten ihr offensives Spiel aufzuziehen, waren die Gastgeber auf Deckungsdisziplin und nadelstichartige Konter aus. Das ergab zwar eine optische Überlegenheit des Favoriten, aber zunächst auf beiden Seiten keine Hochkaräter. Zu harmlos waren die Konter der Sabinchenstädter und zu dicht ihr Abwehrriegel für Fortunas Offensive, die mit schnellen Mittelfeldpassagen versuchten über ihre Außen den gut stehenden Deckungsverbund über die Flügel zu knacken.

In der 25.Minute dann doch der erste richtige "Aufreger", als Defensivspieler Pit Päke sich mit dem schnellen Odaee A Abbas ein Laufduell im eigenen Strafraum lieferte, aber zu energisch attackierte. Schiedsrichter Enrico Großimlinghaus entschied auf Strafstoß, den Salam Aiob zur 1:0 Führung verwandelte.

Er war es auch, der in der 32.Minute die nächste Großchance besaß, als ein Freistoß, auf den langen Pfosten gezogen, von Steffen Krause per Kopf zurückgelegt wurde, aber Aiobs Direktschuss knapp das Tor verfehlte.

Aber auch die Gastgeber klopften ab und zu die Festigkeit der Fortuna-Defensive ab, ohne aber selbst wesentliche Erfolge zu verbuchen. Pit Päpke fütterte zwar seine Offensivkollegen mit langen Pässen, die konnten aber damit nicht wirkliche Gefahr verbreiten. Nur einmal machten es sich die Gäste selbst gefährlich, als sie vor dem eigenen Strafraum den Ball mehrfach quer spielten um die Treuenbritzener heraus zu locken. Diese wären dabei beinahe direkt vor dem Tor an einen dieser Querpässe gekommen. So aber wechselten beide Teams mit dem knappen, für Fortuna verdienten 0:1 die Seiten.

In Hälfte Zwei stellten die Gäste ihr Spielsystem etwas um. Mit der Führung im Rücken wollten sie die nun offensiver erwarteten Hausherren auskontern. Ein 0:2 schien zunächst auch nur ein Frage der Zeit, aber trotz schneller Stürmer war das Konterspiel der Filmstädter nicht von Erfolg gekrönt, der letzte Pass war oft zu ungenau und so kam es, wie es oft im Fußball kommt, die Gast-geber drehten mit zwei Toren die Partie.

In der 64. Minute fand Nico Höhne mit einen Freistoß von der Strafraumgrenze den Kopf von Tristan Rhaue und der vollendete per Kopf unhaltbar zum 1:1-Ausgleich.

Nur sieben Minuten später der 2:1 Führungstreffer für die Hausherren nach einer Ecke, die die Babelsberger Defensive nur schlecht abwehrte. Der Ball landete vor den Füßen von Thomas Knappe, der nach einem kurzen Schwenk zum 2:1 einnetzte.

Nun ging noch einmal ein deutlicher Ruck durch die Gästemannschaft. Sie stellten die Abwehr auf Dreierkette um und stärkten damit ihre Offensive, ohne aber zunächst erfolgreich zu sein.

Im "Übereifer" beging Odaee A Abbas in der 79.Minute ein Foul an TSV-Keeper Enrico Maas, wofür er Rot sah und damit seine Farben in Unterzahl brachte. Erfreulich, das sich A Abbas nach der Partie sofort beim TSV-Schlussmann für seine "Überreaktion" entschuldigte.

Das numerische Übergewicht wollten die Hausherren nutzen um die Führung auszubauen, aber Fortuna spielte trotz Unterzahl nun voll offensiv und Keeper Maas musste mit starken Paraden den Ausgleich verhindern.

In der 90.Minute war aber auch er machtlos, als mit einem starken Spielzug Pascal Baneth seinen Teamkollegen Denny Schwabe bediente und dieser den 2:2 Endstand erzielte.

Neutrale Augenzeugen des Spiel dürften durchaus etwas überrascht über die Einschätzung „Auch wenn wir uns über den Punkt freuen, ein Dreier wäre verdient gewesen“, von Treuenbrietzens Coach Avram sein. Die größeren Spielanteile gingen unstrittig an Fortuna und die 20 bis 30, in "höchster Not ins Aus gedroschenen Bälle" sprechen auch nicht gerade für die Hausherren.