1.Männer

Sieg in den Schlusssekunden

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - ESV Lok Potsdam 3:1 (1:0)

Rund 150 Zuschauer hatte das vorgezogene Ortsderby, trotz des nur "einen Steinwurf" entfernt stattfindenden Testspieles zwischen dem SV Babelsberg 03 und Union Berlin angelockt.

Und sie sahen, so sie denn Anhänger der Gastgeber waren, ein Spiel, bei dem erneut ungewohnte Stockfehler und überhastete Abschlüsse ihres Teams das Spiel bestimmten. Beide Mannschaften belegten vor dieser Partie mit jeweils ausgeglichenen Punkt- und Torverhältnis die Tabellenplätze Acht und Neun, trotzdem war Fortuna im Vorfeld als Favorit ausgemacht und diese Rolle wollte die Mannschaft auch ausfüllen.

Sie begann wie die Feuerwehr. Nach fünf gespielten Minuten hatten sie bereits 4 Torabschlüsse und 3 Eckbälle herausgeholt und die Gäste in die Defensive gedrängt.

Lok beschränkte sich in der ersten Viertelstunde vorwiegend auf die Defensive und zeigte nur mit zwei ungefährlichen Freistößen eine Torannäherung.

Die erste Großchance des Spiel vergab in der 17. Minute Fortunas Odaee A Abbas, als er auf der rechten Seite freigespielt wurde, aber an Falko Dahms im Tor scheiterte.

Es dauerte bis zur 25.Minute dann gab auch Lok ein erstes Offensiv-Lebenszeichen ab, als Jan Heinrich sich durchspielte, aber sein Schuss aus 10 Metern deutlich über das Tor ging.

Nur 3 Minuten später war bei einem langen Ball Salam Aiob vor Lok-Keeper Falko Dahms am Ball, sein Lupfer per Kopf ging aber um Zentimeter am Pfosten vorbei, da Dahms mit den Fingerspitzen dem Ball noch eine geringe Richtungsänderung gab.

Bis zum Halbzeitpfiff hatten die Hausherren optisch zwar mehr vom Spiel, aber vergaben mehr als fahrlässig ihre Tormöglichkeiten und als alle schon auf den Halbzeitpfiff, in dem bis dahin auf Grund vieler technischer Fehler eher schwachen Spiels warteten, hatte in der 45.Minute Fabian Kleßen "Körperkontakt" mit Dennis Weber und Schiedsrichter Tom Heilmann zeigte auf den Elfmeterpunkt. Salam Aiob trat an und erzielte sicher die 1:0 Führung zum Pausentee.

In Hälfte zwei wurde Lok zunehmend stärker, spielte offensiver und Fortuna hat nun auch einiges an Defensivarbeit zu leisten. So strich ein Schuss von Marten Strehl in der 54.Minute nur knapp über das Tor und ein Kopfball von Jan Heinrich (66.) rasierte die Querlatte.

Von den Gastgebern war 25 Minuten Offensiv meist nur Stückwerk zu sehen. Der letzte Pass wurde oft schlampig oder ungenau gespielt.

In der 69. Minute ruckte Salam Aiob mit einer Einzelaktion wieder an, als er 3 Gegenspieler überlief, sein Schuss gegen die Laufrichtung des Torhüters ging aber um Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus.

Nur zwei Minuten danach ist Lok wieder am Zug. So setzte J.Carlin einen Freistoß nur knapp neben das Fortuna-Tor und in der 74.Minute scheiterte Christian Koschig völlig freistehend am großartig reagierenden Fortuna-Keeper Marco Jung.

Die Hausherren spielen mit dem Feuer und werden bestraft, als es in der 80.Minute Handelfmeter gegen sie gibt, den Marian Elsner sicher zum 1:1 Ausgleich verwandelt.

Nun ist auch eine Niederlage der Gastgeber möglich und sie schrammen in der 89.Minute ganz knapp daran vorbei, als der eingewechselte Marten Strehl per Kopf nur die Latte traf.

Der Fußballgott war nicht mit Lok im Bunde sondern trug an diesem Tag ein Fortuna-Trikot, denn fast im Gegenzug, nach einem Pass durch die Viererkette, ist erneut der schnelle Salam Aiob vor den herauslaufenden Falko Dahms am Ball und sein Lupfer, dieses Mal per Fuß, schlägt in der 90.Minute zum umjubelten 2:1 ein.

Nicht genug damit, als nur gut eine Minute später Dennis Weber einen Freistoßknaller aus 20 Metern abfeuert, faustet Lok-Keeper Dahms den Ball genau in die Strafraummitte und erneut reagiert Salam Aiob am schnellsten und schießt zum Endstand von 3:1 (90.+1) ein.