1.Männer

Mit einem blauen Auge davongekommen

Landesklasse: ESV Lok Seddin - Fortuna Babelsberg 1:1 (0:0)

Über 120 Zuschauer hatte der Heimauftritt des Aufsteigers gegen Fortuna Babelsberg angelockt. Mit dem Rückenwind und der Euphorie des Aufstiegs wollte der Gastgeber einem der Titelaspiranten Paroli bieten und das gelang. Den Fans wurde von beiden Mannschaften ein sehr gutes Landesklassenspiel geboten.

Jede Seite erspielte sich Chancen zur Führung, wobei Fortuna zwischen der 25. und 35.Minute zunächst die hochkarätigeren besaß, aber weder Dennis Weber noch Salam Aiob (2x) konnten Eins zu Eins Situationen erfolgreich abschließen.

Das hätte sich beinahe gerächt, den kurz danach traf ein Geschoss des Seddiners Sebastian Gericke den Pfosten und so blieb es bis zum Pausenpfiff bei einem 0:0 der spannenden Sorte.

Auch in der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild, beide Mannschaften suchten die Offensive und den Torerfolg. Der gelang in der 50. Minute Robert Sünbold mit einem 20 Meterschuss der im Fortuna-Gehäuse zum umjubelten 1:0 einschlug.

Nun wurde die Partie umkämpfter. Lok verteidigte die Führung mit "Klauen und Zähnen", die Gäste versuchten mit gleichem Engagement das 1:1 zu erzielen. und so blieb die Partie bis zum Ende hochspannend.

Es lief bereits die zweite Nachspielminute als Youngster Phillip-Justus Kautz zum hochverdienten 1:1 (90. + 2) traf, als er einen Abpraller aus etwa 16 Metern flach im Tor zum Ausgleich versenkte.

Im Jubelrausch des Last Minute-Tores ließ Fortunas Patrick Wolff dann noch "einige Worte" an den Gegner fallen, die Schieri Lennart Niestle mit Rot bestrafte.

Danach war Schluss und eine hochklassige Begegnung ging "auf dem Platz" zu Ende. Gleiches kann man von "neben dem Platz" leider nicht sagen. Ein Teil der Lok-Anhänger erwies sich (noch) nicht Landesklassentauglich. Gästespieler während des gesamten Spiels mit Sprüchen aus der untersten Schublade zu belegen, vor allem aber den, mit einer schweren Schulterverletzung am Spielfeldrand auf den Krankenwagen wartenden Fortuna-Spieler Daniel Ziemann auch noch mit Spott und Hohn zu überziehen gehört nicht auf unsere Sportplätze. Die Lok-Mannschaft bewies in dieser Partie Top-Landesklassenniveau, ein Teil ihrer Anhänger leider noch nicht.