1.Männer

Mit Doppelschlag zum verdienten Sieg

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - ESV Lokomotive Potsdam 2:1 (0:1)

Lok Potsdam, ohne ihre Offensivkräfte Marten Strehl und Dennis Weber (5.Gelbe) antretend, stand von Spielbeginn an "tief" und so sahen die über 80 Zuschauer in der 1.Halbzeit fast ausnahmslos Einbahnstraßenfußball.

Aber auch die Gastgeber mussten mit Robert Jenner und Salam Aiob wegen Verletzungen auf zwei wichtige Offensivkräfte verzichten und taten sich mit dem "Betonbollwerk" der Eisenbahner schwer. Zwar landete bereits nach 3 Minuten ein Schuss von Oldie Sebastian (Hotte) Höhlich im Netz der Gäste, aber der gut leitende Schieri Pascal Kuhle sah den Schützen knapp im Abseits. Auch danach belagerten die Gastgeber die gegnerische Hälfte, während die Lok-Akteure diese kaum verließen.

Als sie in der 13. Minute erstmalig mit einem Konter vor dem Strafraum der Fortunen auftauchten, war ein zu hohes Bein der Grund für einen Freistoß aus gut 22 Metern. Jonathan-Philipp Carlin nutzte diese Chance und sein abgefälschter Schuss landete zum 0:1 im Dreiangel. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Dies blieb dann auch so ziemlich die einzige Torannäherung der Gäste in Hälfte Eins. Die Hausherren erspielten sich auch danach ein deutliches Übergewicht erspielt, konnten aber nichts Zählbares vorweisen und so ging Lok mit dem glücklichen 0:1 in die Halbzeitpause.

Eine Leistungssteigerung musste für die Gastgeber her, wollte man nicht im Fernduell mit Rathenow ins Hintertreffen geraten und dies gelang. Mit Pascal Baneth, der nach Langzeitverletzung zum ersten Einsatz kam und viel Willen um das Lok-Bollwerk zu knacken, traten die Babelsberger die 2.Halbzeit an und berannten nun vehement das Tor der Gäste, ließen aber zunächst noch eine Reihe sich häufender hochkarätiger Chancen liegen.

Als in der 62.Minute mit Odaee A Abbas ein weiterer schneller Offensivmann eingewechselt wurde, sollten sich die Ereignisse überschlagen, denn nur eine Minute später (63.) war es Denny Schwabe, der im Strafraum am schnellsten reagierte und den Ball unhaltbar neben dem Innenpfosten zum 1:1 ins Tor hämmerte und damit sein 16-tes Saisontor erzielte.

Bei den Gästen nun scheinbare Schockstarre, denn sie verloren kurz nach dem Anstoß den Ball und Youngster Dominic Simon zog einfach mal aus gut 20 Metern ab, sein Schuss schlug unten im Eck zur 2:1 Führung ein.

Die Gastgeber hatten innerhalb von 2 Minuten verdientermaßen das Spiel gedreht und Erinnerungen an das letzte Heimspiel wurden wach, da hatten sie innerhalb von 8 Minuten 4 Tore erzielte. Dies geschah dieses Mal nicht, denn die Gäste wurden offensiver, konnten sich aber kaum wesentliche hochkarätige Chancen erspielen. Eher hätte Fortuna den Sack zumachen können, ja müssen. Dies verhinderte aber mehrfach Fabian Brandt im Gästegehäuse. Besonders spektakulär sein toller Reflex in der 85.Minute nach einer Kombination Abbas/Baneth, als er den Schuss aus 8 Metern noch gedankenschnell entschärfen konnte.

Nach dem Abpfiff schätzte Fortuna-Coach Sebastian Michalske den Sieg als "verdient und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erzielt" ein.

Sein Kollege Christoph Rogowski meinte: "Natürlich hatte Fortuna mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz. Aber es war schon ärgerlich, dass wir in zwei Minuten zwei Gegentore bekamen. Ein Remis war durchaus möglich."

Anmerkung des Kommentators: "Möglich, ja. Aber es wäre mehr als unverdient gewesen".

Fortuna Babelsberg: M. Jung; Geissler, Franke, Haqi (ab 62. Abbas), D. Jung; Zimmermann, Krause, Wolff, Höhlich (ab 46. Baneth); Schwabe, Simon (ab 90. + 1 Pecht).

ESV Lok Potsdam: Brandt; Kanitz, Gröticke, J. Mantei, Koschig; Carlin, Kleßen, Elsner, Thoms (ab 75. Matz); Blei, Dix (ab 65. Steffen).