1.Männer

Fortuna macht seine Hausaufgaben

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - Pritzwalker FHV 03  4:1 (4:0)

Die Partie wurde erst um 15:15 Uhr angepfiffen, da die Pritzwalker Gäste verspätet angereist waren. Würde dies die Gastgeber beeinflussen, da deren Spielvorbereitungszeit und damit die gewohnten Abläufe in die Länge gezogen wurden?

Wenn Ja, dann war es zumindest nicht negativ, denn von Beginn an spielten die Hausherren sehr geduldig und warteten auf Ihre Chancen.

Die erste bot sich Salam Aiob nach 9 Minuten, als er allein links durchlief, aber Torhüter Marcus Boldt einen Tick eher am Ball war.

Nach 21 Minuten hatte dann Pritzwalks Keeper das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als ein Kopfball um Millimeter am Pfosten vorbeistrich.

Die Hausherren blieben weiterhin bei ihrer konzentrierten Spielweise und so kamen die Gäste kaum einmal in Fortunas Strafraumnähe. Der Druck auf das Tor des FHV nahm von Minute zu Minute zu und nach 35 Minuten war es dann Denny Schwabe, der nach einer Flanke goldrichtig stand und das hochverdiente 1:0 erzielte.

Nun folgten 8 Minuten, in denen Fortuna alles und Pritzwalk nichts gelang. Die Hausherren spielten die Gäste regelrecht schwindlig und so fielen die Tore durch Salam Aiob (39.), Robert Jenner per Kopf (41.) und erneut Salam Aiob (43.) wie reife Früchte.

Der Halbzeitpfiff muss den Pritzwalkern wie eine Erlösung vorgekommen sein. Hinten 4 Stück gefangen, vorn nicht ein einziges Mal ernsthaft das Tor bedroht.

Das sollte und musste in Hälfte Zwei besser werden, wollte man nicht ein Debakel erleben. Und es wurde besser. Fortuna verwaltete jetzt den Vorsprung, stand zwar kompakt und versuchte mit Kontern zum Erfolg zu kommen, aber ihr Spiel war nicht mehr mit dem Auftreten der 1.Hälfte zu vergleichen, zu ungenau wurden die Konter ausgespielt. Da haben die Babelsberger noch Potenzial nach oben.

Vor allem aber stand nun auch zunehmend eine andere Pritzwalker Mannschaft auf dem Platz. Sie hatte sich in der Halbzeitpause neu gesammelt und bemühte sich um deutlich mehr Offensive. Das Spiel verlagerte sich, bedingt auch durch die veränderten Spielstrategien, zeitweise in die Hälfte der Hausherren und so ergaben sich zwangsläufig auch einige Chancen für die Gäste, während Fortuna mit dem 4:0 Vorsprung im Hinterkopf nicht mehr so konzentriert wie in der 1.Halbzeit agierte.

Die 52. und 53.Minute brachten noch einmal Aufregung. Zunächst wurde der Pritzwalker Robert Vogt wegen wiederholten Foulspiel mit Gelb/Rot des Platzes verwiesen und nur eine Minute später gab Schieri Robin Guderjahn, auf Hinweis seines Assistenten, einen Elfmeter für die Gäste, da ein Trikothalten gesehen worden war.

Yulian Radkov Vladimirov ließ sich die Chance zum 1:4 (53.) nicht entgehen.

Das gab weiteren Auftrieb und so spielten die FHV-ler in der Folgezeit zu Zehnt weitaus besser, als sie dies bis dahin getan hatten. Fortuna ließ aber nicht allzu viel zu, schlampte aber bei den eigenen Angriffen, so dass beide Teams bis zum Schlusspfiff nichts Zählbares mehr verbuchen konnten.