1.Männer

Zwei Treffer vom Geburtstagskind

Landesklasse: Fortuna Babelsberg - SG Lok Brandenburg 2:0 (0:0)

Nach der, von den Gastgebern verlorenen Begegnung zweier Spitzenteams am vergangenen Wochenende gegen Wittenberge/Breese, stand bei den Babelsbergern erneut eine Partie gegen einen Mitkonkurrenten um die vorderen Tabellenplätze an. Für beide Mannschaften war ein Sieg wichtig, will man doch weiterhin "ganz vorn" mit dabei sein.

Lok Brandenburg hatte dabei den psychologischen Vorteil eines 2:1 Sieges vor einer Woche und kam mit breiter Brust nach Potsdam. Auf dem Kunstrasenplatz (der Rasenplatz war gesperrt), entwickelte sich vor 73 Zuschauern in der Anfangsphase ein wenig aufregendes Spiel. Bei beiden Mannschaften ging Torabsicherung vor Angriff. Torchancen waren damit hüben wie drüben Mangelware. Obwohl Fortuna mehr fürs Spiel und den Angriff tat und mehr Ballbesitz hatte, waren zunächst nur zwei Freistöße (13. und 16.) von Geburtstagskind Lars Fuhrmann, er wurde am Samstag 31 Jahre alt, bei den Gastgebern als torgefährlich zu verzeichnen. Auf Seiten der Gäste war es Julian Schwandt (18.), der ebenfalls einen Freistoß nur um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei setzte. Kurz vor der Halbzeitpause hätte Tony Zimmermann Fortuna doch noch in Führung bringen können, doch er fand im Eins gegen Eins-Duell in Torhüter Stephan Krüger seinen Meister. „Wir haben acht Ecken, Brandenburg keine und bekommen die Pille einfach nicht rein“, ärgerte sich Fortunas Trainer Michalske auf dem Weg zum Pausentee.

In Hälfte Zwei waren gerade vier Minuten gespielt, da zappelte der Ball das erste Mal im Tor der Lok-Elf. Eine genau geschlagene Ecke von der linken Seite fand den Kopf des am Fünfmeterraum lauernden Lars Fuhrmann und der wuchtete das Leder zum 1.0 (49.) über die Linie. Jetzt spielten die Hausherren befreit auf und Lok-Gefährlichkeit blitzte nur sporadisch auf. Sogar die größte Möglichkeit auf einen Gästetreffer kreierten die Fortunen noch selbst, als ohne Bedrängnis gleich 3 Fortuna-Abwehrspieler zum Kopfball stiegen und der verunglückte Abwehrversuch an der eigen Querlatte landete (70.). Wie es sich für ein Geburtstagskind gehört, stand Fuhrmann auch beim zweiten Tor der Fortunen im Rampenlicht. Sein Freistoß aus gut und gerne 30 Metern nagelte er 10 Minuten vor dem Abpfiff mit viel Schmackes zum 2:0-Endstand in den rechten Winkel. (80.). „Eigentlich ist mir der Schuss etwas abgerutscht“, erinnerte er sich nach dem Spiel schelmisch grinsend an den Treffer Marke Tor des Monats. In der 89.Minute fast noch das 3:0 als Tony Zimmermann
der Abwehr enteilt, auch den Torhüter ausspielt, aber seinen Schuss aus spitzem Winkel blockt ein mitgelaufener Abwehrspieler im letzten Moment mit der Brust
auf der Linie.

„Wir wollten kompakt stehen und über Konter zum Erfolg kommen. Ich muss sagen, diese Vorgabe hat meine Mannschaft hervorragend umgesetzt. Mehr als zwei Standards haben wir gegen Lok nicht zugelassen. Ich bin rundum mit dem Spiel zufrieden, wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte ein ziemlich glücklicher und über den ersten Dreier der Rückrunde erleichter Coach Sebastian Michalske.
Sein Gegenüber, Ralf Gutschmidt, war ziemlich angefressen: „Heute haben wir eine ganz schwache Vorstellung gesehen. Man konnte die komplette Mannschaftsleistung einfach vergessen. Mein Team hat überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Fortuna war in allen Belangen deutlich besser, speziell in der Zweikampfführung. Um noch im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitreden zu können muss sich die Truppe in den kommenden Partien mit einer ganz anderen Körpersprache präsentieren.“

Fortuna: M. Jung, Wolff (75. Jänicke), D. Jung, Jenner (86. Sommerlatte), Haqi (83. Dietrich), Franke, Schwabe, Zimmermann, Geissler, Fuhrmann, Aiob
Lok Brandenburg: Krüger, Prüfert, Weber, S. Breuer, A. Klassen, E. Klassen, Mahnke, Schwandt, D. Mahlow (46. Schulze), Mertens, Radon