1.Männer

Klassisch ausgekontert

Testspiel: Fortuna Babelsberg - Empor Schenkenberg 0:3 (0:2)

Testspiele dienen, wie der Name es schon sagt, zum testen und deshalb sollten die erzielten Ergebnisse weder über- noch unterbewertet werden. Sie geben den Trainern und Spielern aber Fingerzeige, wo der Hebel in der weiteren Vorbereitung noch angesetzt werden muss.

Rund 10 Minuten benötigten die Gastgeber um zu ihrem bekannten Spiel zu finden, das auf Offensive und viel Ballbesitz ausgerichtet ist. Allerdings hatten sie bis dahin schon das Glück auf ihrer Seite, denn der Tabellendritte der Kreisoberliga aus Schenkenberg hatte bereits zwei Mal äußerst knapp den Führungstreffer verpasst. Dann aber schien es zunehmend für Fortuna zu laufen, optisch übernahm man das Spielgeschehen ohne aber nennenswerte Torchancen zu erspielen, zu ungenau war der letzte Pass oder er wurde eine Beute der vielbeinigen Gästeabwehr. Schenkenberg stand kompakt und wusste mit ihrer zieharmonikaartigen Spielweise und den schnellen Kontern zu gefallen. Fortuna rannte sich immer wieder am 16 m Raum fest und so waren zwei Freistöße von Robert Jenner, die allerdings Torhüter Marcel Wenglorz jeweils in hervorragender Manier entschärfte, die einzigen vorzeigbaren Torchancen der Babelsberger. Als in der 34. und 45.Minute jeweils die Abwehr der Hausherren beim Versuch das eigene Spiel aufzubauen böse patzte, ließen Rico Schilling und Martin Rebsky in den sogenannten 1:1 Duellen dem gut haltenden Marco Jung im Fortuna-Tor keine Chance und so wechselten beide Teams mit dem 0:2 die Seiten.

Auch in Hälfte Zwei das gleiche Bild. Die Hausherren versuchten das Ergebnis zu korrigieren, die Gäste wichen nicht von ihrer erfolgreichen Spielweise ab und da Fortuna an diesem Tag vor dem Tor die letzte Konsequenz vermissen ließ, kam es, wie so oft im Fußball. Ein Ball wurde durch die Schnittstelle der zunehmend hoch aufgerückten Viererkette der Hausherren gespielt und erneut war Rico Schilling zur Stelle und erhöhte in der 71.Minute auf 0:3, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Trainer Ike Wittke dürfte sowohl mit dem Ergebnis, als auch dem Auftreten und der Spielweise seines Teams mehr als zufrieden sein.

Sein Gegenüber Sebastian Michalske ärgerte sich zwar darüber, dass seine Defensive zu leichtfertig Geschenke verteilt hatte, war andererseits aber auch erfreut, dass der vorzeitig aus den A-Junioren in den Trainingskader der 1.Männermannschaft gestoßene Dominic Simon eine gute Partie bot und der Langzeitverletzte Pascal Baneth zumindest schon wieder auf der Reservebank saß.