1.Männer

Außer Spesen nichts gewesen

Landesklasse: BSC Rathenow 1994 – Fortuna Babelsberg 3:0 (3:0)

Bei herrlichem Wetter sahen über 100 Zuschauer, darunter gut 20 Gästeanhänger der Fangruppe „Bretterbude“, Spieler der "Zweiten" sowie weitere Fortunen, von denen die Meisten per Bahn angereist waren (vielen Dank für die Unterstützung), am Schwedendamm ein gutklassiges Landesklasse-Spiel zwischen dem Tabellenersten BSC Rathenow 1994 und Verfolger Fortuna Babelsberg bei denen sich die Hausherren an diesem Tag als taktisch reifer und cleverer erwiesen..

Zunächst hatten die Gäste mehr vom Spiel und nach kurzem Abtasten auch die erste Chance in der 10.Minute durch Robert Jenner per Kopf um in Führung zu gehen, aber Pascal Rietschel im BSC-Tor war hellwach und verhinderte den Einschlag. Fortuna schien das Spiel "im Griff" zu haben und war die ersten 20.Minuten das optisch  bessere Team.  Die Gastgeber standen aber taktisch klug mit zwei Viererketten sehr massiv und ließen kaum Chancen zu. Deuteten aber bereits zu diesem Zeitpunkt Gefährlichkeit mit ihrem schnellen Umkehrspiel an. Trotzdem kam das 1:0 durch Mirko Keiper in der 23.Minute ein wenig aus dem Nichts, als die Fortuna-Defensive den agilen Roman Arndt auf der linken Seite nicht konsequent bei dessen Eingabe störte. Die bis dahin mit mehr Ballbesitz aufwartenden Fortunen schienen geschockt, denn nur eine Minute später ließ man Torjäger Kevin Schmoock im Strafraum allein auf Marco Jung zulaufen. Zum Glück für die Gäste blieb der, im gesamten Spiel ganz stark spielende Keeper Sieger im 1:1 Duell. Der BSC wurde zunehmend tonangebend, zumindest was die Chancenanzahl betraf. Fortuna verlor im Vorwärtsgang zu leichtfertig die Bälle im Mittelfeld und die Gastgeber nutzten dies und spielten immer wieder schnell nach vorn. Bei einem dieser Angriffe war die Gästeabwehr aus der Filmstadt überfordert. Torsten Meier legte auf den mitgelaufenen Sebastian Koch ab, der ungedeckt aus kurzer Distanz mühelos zum 2:0 einschob (37.). Die Fortuna-Verunsicherung, die sich nach 7 Pflichtspielsiegen viel vorgenommen hatten, war spürbar, denn nur 2 Minuten später bekam Roman Arndt den Ball kurz vor dem Strafraum, überlief 2 Verteidiger und vollendete im Alleingang sicher zum 3:0 (39.). Dies war auch der Stand zur Halbzeit in der die Paarungen für das Viertelfinale im Kreispokal ausgelost wurden. Der BSC Rathenow 1994 muss zum ESV Lok Seddin reisen, Fortuna Babelsberg zum RSV Eintracht 1949 II. Im zweiten Spielabschnitt versuchten die Gastgeber das Ergebnis auszubauen, aber Fortuna stand nun besser. Es sah auch so aus, als würden die Rathenower das Ergebnis ein wenig verwalten, die Gäste konnten aber keinen Nutzen daraus schlagen. Von beiden Seiten wurde Sicherheit vor Angriff gestellt, trotzdem auch weiterhin nach vorn gespielt, so dass sich noch die eine oder andere Chance ergab, die aber zu keiner Ergebnisänderung führten, da beide Defensivreihen gut standen und die Torhüter entschärften, was dennoch durchkam. Fortuna bot zu wenig in der Offensive um das 3:0 noch kippen zu können und so gaben die Hausherren bis zur 90. Minute das Spiel nicht mehr aus der Hand. Fortuna rutschte durch die Niederlage auf Platz 6 hat aber nur 3 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Rathenows Trainer Jörg Heinrich freute sich nach dem Spiel: "Wir haben gegen den Tabellenzweiten in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Ein Kompliment an die ganze Mannschaft. Auch im zweiten Abschnitt haben wir fast keine Chancen zugelassen."