1.Männer

Tanz auf der Rasierklinge

Pokalspiel: Kienberger SV – Fortuna Babelsberg   1 : 2 (1:0)

Mit einem knappen 2:1 Erfolg bei den vier klassentieferen Kienberger SV ist unsere Elf ins Viertelfinale eingezogen.

Im wahrsten Sinne des Wortes unsere Elf, mehr Spieler traten die Fahrt nach Kienberg aus den verschiedensten Gründen nicht an. Auf der Bank standen nur Marco Jung und Manuel Brunow für einen eventuellen Einsatz bereit. In Kienberg wurde das Spiel mit David gegen Goliath angekündigt, zu diesem entwickelte es sich dann auch. Die Gastgeber versuchten aus einer relativ sicheren Abwehr Konter zu setzen, die aber zumeist 25 Meter vor dem Tor endeten. Unsere Mannschaft bekam in der ersten Halbzeit einfach keinen richtigen Zugriff auf das Spiel, auch etwas beeindruckt von dem Platz und den teilweise sehr emotionalen zahlreichen Zuschauern. Distanzschüsse von Denny Schwabe und Patrick Wolff verfehlten knapp das Ziel, die vielbeinige Abwehr bekam immer wieder einen Fuß dazwischen. In der 45.Minute unterlief uns ein Abwehrfehler, diese Chance lies sich der Kienberger Sylvio Kutzner nicht entgehen und es wurde in Kienberg gejubelt wie bei einem Pokalfinale.

Aus der Pause kam eine umgewandelte Elf, endlich zeigten wir den Zug zum Tor. Ein 20 Meter Schuss knallte von Daniel Jung in der 46.Minute an den Pfosten, zwei Minuten war es dann wieder Daniel Jung der mit einem Freistoß den Torwart überraschte, diesem rutschte der Ball durch die Beine. Danach hatten wir das Spiel im Griff und eigentlich schien es nur eine Frage der Zeit, wann das Tor fällt. Endlich wurde über die Außen gespielt, die Schnelligkeit von Odaee Abbas genutzt, der ein ums andere Mal nur mit Foulspiel und folgenden Karten gestoppt werden konnte. Keine dieser Möglichkeiten wurden genutzt, beinahe wäre ein Befreiungsschlag von Hassan Haqi in der 72.Minute die Führung gewesen, der Kienberger Torwart unterschätzte den Ball, aber er fiel gegen den Außenpfosten. In der 83.Minute sah Tony Zimmermann den freistehenden Denny Schwabe, der aus 11 Metern den Ball in die lange Ecke zum Siegtor einnetzen konnte. Danach machte sich Frust bei den Gastgebern breit, der Brandenburger Schiedsrichter verlor seine Linie und gab drei Platzverweise gegen die Gastgeber. Knallkörper trübten ein wenig das Bild eines eigentlich spannenden Pokalspiels, das aber von uns mit gefühlten 75 % Ballbesitz beherrscht wurde und eigentlich auch nie ernsthaft in Gefahr geriet, wenn ja wenn nicht die personellen Probleme gewesen wären.

Es bedarf aber einer deutlichen Steigerung um in den kommenden Spitzenspielen gegen Union Neuruppin und den BSC Rathenow zu punkten, es bleibt aber der erneute Einzug ins Viertelfinale, das im November gespeilt wird.