1.Männer

Trainerabschied mit Pokalsieg

Kreispokalfinale: Fortuna Babelsberg - SG Blau-Weiß Beelitz  4:1 (3:1)

T-Shirts mit dem Aufdruck "Danke Matze" und der Pokalsieg waren die Abschiedsgeschenke der Mannschaft an ihren, aus beruflichen Gründen scheidenden Trainer Mathias Mros. Dass ein Pokalendspiel einen ganzen Verein mobilisieren kann, zeigten die zahlreich, zum Teil sogar mit einem gecharterten Reisebus und vielen Pkw angereisten Fortuna-Anhänger, die das klare Übergewicht unter den über 300 Zuschauern hatten.

Dies schien auch die Mannschaft auf dem Platz so umsetzen zu wollen und übernahm von Beginn an das Spielgeschehen. Verfehlte Robert Jenner mit seinem Kopfball, nach Ecke von Tony Zimmermann noch das Gehäuse in der 2.Minute knapp, so machte er es mit seinem Alleingang in der 4.Minute besser. Über halblinks kommend, spielte er mehrere Verteidiger aus und ließ auch Andreas Witte im Beelitzer Tor keine Chance. Der Favorit führte früh mit 1:0 und erspielte sich in der ersten Viertelstunde weitere Chancen, die aber allesamt nicht zu Zählbarem umgesetzt wurden. 18 Minuten waren vergangen, als die Beelitzer ihr erstes offensives Lebenszeichen durch Christoph Verleih mit einem, das Tor deutlich verfehlenden Kopfball von sich gaben. Fortuna beherrschte das Spiel, allerdings ging nach der frühen Führung Ballsicherheit vor Risikopass und so plätscherte das Spiel im Mittelteil der ersten Hälfte etwas vor sich hin und Beelitz kommt besser ins Spiel. In der 32. und 35. Minute setzt sich der quirlige Christoph Verleih 2 Mal hintereinander wunderbar an der Grundlinie durch, seine Eingaben können jeweils nur mit größtem Einsatz von Fortunas Abwehr geblockt werden um den Ausgleich zu verhindern. Dies schien der Weckruf für Fortuna zu sein, denn die Mannschaft straffte sich und spielte wieder aggressiv nach vorn. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In der 42.Minute wird Stefan Tauscher halbrechts auf die Reise geschickt und seinen überlegten Querpass bringt der halblinks einlaufende Daniel Ziemann aus 5 Metern zum 2:0 im Gehäuse unter. Jetzt steht Beelitz unter Dauerdruck und nur 2 Minuten später (44.Minute) versenkt Denny Schwabe eine Eingabe von rechts aus 11 Metern zum 3:0 im langen Eck. Mit diesem Ergebnis gingen beide Teams in die Halbzeitpause, aus der die Fortunen besser herauskommen. Nur 2 Minuten waren gespielt, als Stephan Tauscher aus etwa 16 Metern abzieht, aber Andreas Witte klärte im großen Stil. In der 51. Minute lässt Robert Jenner, nach Ecke Tony Zimmermann, eine Verteidiger geschickt aussteigen, sein Schuss geht aber um Zentimeter am Tor vorbei. In der 61.Minute tanzt sich Daniel Ziemann an der Grundlinie durch, die Eingabe können sie nicht verhindern, aber den Schuss blocken 2 Beelitzer in höchster Not ab. Dann fällt aber doch das 4:0 in der 63. Minute durch Daniel Ziemann, nach einem der schönsten Spielzüge über die Stationen Zimmermann, Tauscher, Ziemann, die mit mehreren Doppelpässen den Torschützen frei spielten. Die Entscheidung war damit gefallen, denn Beelitz kam nach der Halbzeitpause kaum noch in die Nähe das Fortuna-Strafraumes und mit der deutlichen Führung im Rücken „zauberten“ die Babelsberger einige Minuten bei ihren Angriffen sogar mit Hackentricks u.ä., schalteten dabei aber zunehmend herunter und so kamen die Beelitzer schrittweise wieder ins Spiel, ohne aber zunächst Torgefahr auszustrahlen. Erst in der 77.Minute war es Mirko Rücker, der nach einer Flanke mit einem Gewaltschuss aus 10 Metern Marco Jung im Fortuna-Tor prüfte. Fortuna tut nur noch das Nötigste um den Vorsprung abzusichern und so bekommt in der 89.Minute Henri Loth bei einem Konter mit einem 16 Meterschuss, der nur knapp das Fortuna-Tor verfehlt, noch eine gute Chance. Das Ehrentor zum 4:1 in der 90.Minute sollte dann Christoph Verleih, dem besten Beelitzer Offensivspieler, vorbehalten bleiben. Gegen geistig schon feiernde Fortunen setzt er sich energisch halbrechts durch und hämmert den Ball aus 8 Metern in den Winkel. Die Laune ließen sich Fortunas Spieler aber davon nicht verderben und feierten nach dem Spiel und der Pokalübergabe mit ihren zahlreichen Fans den verdienten Sieg, der gleichzeitig auch die Eintrittskarte für den Landespokal bedeutet.