1.Männer

Krasse individuelle Fehler

Testspiel 1.Männer: Fortuna Babelsberg - SC Westend 01  2:6 (1:2)

Ein Unentschieden wäre wohl gerecht gewesen, aber war es die Hitze oder das vielfache "querbeet" ein- und auswechseln (alle 19 Spieler sollten ihre Einsatzmöglichkeit erhalten und spielten zum Teil auf ungewohnten Positionen), dass fast alle Gegentore durch zum Teil extreme individuelle Fehler begünstigt wurden?

Das Ex-Fortune Martin Brosda (nun als Trainer des Berliner Bezirksligisten) eine spielstarke und technisch sehr beschlagene Mannschaft zur Verfügung hat, war schon vor dem Spiel bekannt und dies zeigte das Team bereits in der 6.Minute, als nach einer Ecke ein Direktschuss das Fortuna-Tor nur knapp verfehlte. Nur 2 Minuten später zeigte Pascal Baneth, dass auch die Fortunen schießen können. Sein Schuss wurde noch mit dem Hacken eines Verteidigers abgefälscht und verfehlte so um haaresbreite das Tor der Berliner. Als Philipp Kriewitz in der 11.Minute in den Strafraum eindrang und ganz klar gefoult wurde, blieb der Pfiff des Schieris aus, da Philipp so schnell wieder auf den Beinen war, dass Schieri Hagemann noch gar nicht zum pfeifen gekommen war und in einer Art "Vorteilsauslegung" weiterspielen ließ. Dies rächte sich, denn fast im Gegenzug erzielte der Berliner Murad Yilmaz (12.Minute) nach einer schönen Kombination, aber nach Fehler in der Fortuna Abwehr, wie Trainer Mathias Mros erkannte, mit einem Heber über Rene Oschmann das 0:1. Fortuna drängt auf den Ausgleich, aber in der 16.Minute unterläuft der Abwehr erneut ein schwerer Fehler, als ein Ball etwa 20 Meter vor dem Tor Joachim Fahl direkt in die Beine gespielt wird. Der fackelt nicht lange und sein Schuss landet zum 0:2 in den Maschen des Fortuna-Tores.

Fortuna ist sehr bemüht und hat sogar mehr Spielanteile, aber die kleinen technischen Unfertigkeiten oder auch der überhastete Abschluss zeigen an diesem Tag den Unterschied. In der 22. Minute ist erneut Pascal Baneth halbrechts allein unterwegs, aber sein Versuch den Ball über den Torwart zu lupfen misslingt und Torhüter Benjamin Forster bleibt Sieger. Nach rund einer halben Stunde setzten die Berliner ein erneutes Achtungszeichen, als eine Ecke an den 16 Meterraum geschlagen wird. Den Volleyschuß kann aber Rene Oschmann mit einer tollen Parade um den Pfosten lenken. In der 37.Minute dann der längst verdiente Anschlusstreffer. Erneut Pascal Baneth, in seiner unnachahmlichen Art, setzt sich mit 3 Gegenspielern im Strafraum auseinander und sein plötzlicher verdeckter Schuss schlägt zum 1:2 in der langen Ecke ein.

Mit diesem Ergebnis geht es bei glühender Hitze in die zweite Halbzeit. Nur 2 Minuten sind gespielt, als es in der Fortuna-Abwehr zu einem Doppelfehler (ein Spieler lässt den Ball zum Gegner springen, der Zweite rutscht aus) und so hat Willi Mantler aus wenigen Metern kein Problem, Rene Oschmann zum 1:3 zu überwinden.

Nur eine Minute später streicht ein Gewaltschuss (wie in besten Zeiten) von Robert Jenner nur knapp über das Tor. Das 1:4 erzielte in der 54.Minute nach einem Eckball der völlig ungedeckt stehende Martin Lange fast wie im Training. Erneut war es der ständig rackernde Pascal Baneth in der 60.Minute, als er erneut in einer "unübersichtlichen" Situation Sieger gegen mehrere Spieler blieb und aus etwa 6 Metern in`s Tor traf. In der 69.Minute dann aber wieder ein böser Doppelfehler in der Abwehr und Willi Mantler erzielt mit einem Sonntagsschuss in`s Dreiangel das 2:5. Fortuna spielte weiter engagiert, fand aber nicht die entscheidende Lücke bzw. scheiterte auch immer wieder an den bekannten kleinen technischen Schwächen bzw. an der guten und nun tief stehenden Abwehr der Berliner. Die 90.Minute verdeutlichete noch einmal in krasser Weise die Fortuna-Fehlerquote dieses Tages. Nach Unsicherheiten in der Abwehr laufen 2 Berliner Spieler auf das, nun von Mario Schober gehütete Tor. Dieser bleibt durch prima Reflexe 2 Mal Sieger, aber der nach außen springende Ball rutscht einem Verteidiger unglücklich über den Schuh und wird genau wieder vor das, nun leere Tor geschlagen und Sascha Bender hat keine Mühe den Ball über die Linie zu schieben.

 

Fazit: Das Ergebnis sollte aber, auf Grund der vielen Wechsel, nicht über- aber auch unterbewertet werden. Auf alle Fälle eine sehr lehrreiche Trainingseinheit, was Effektivität technisches Können und einstudierte Spielzüge betrifft.